Dem Dankbaren zeigt Gott den Weg zu seinem Heil.

(Dietrich Bonhoeffer)


30.12.2011 | Hoffnung für Europa: 2.650 Teilnehmer bei „Mission-Net“ in Erfurt

Christen sollten die gegenwärtige Krise Europas als Chance für eine geistliche Erneuerung sehen. Dazu hat der Generalsekretär der Europäischen Evangelischen Allianz, Niek M. Tramper (Driebergen/Niederlande), die Teilnehmer des 2. Europäischen Jugendmissionskongresses „Mission-Net“ aufgerufen. Er findet unter dem Thema „Transforming our world“ (Unsere Welt verändern) bis 2. Januar in Erfurt statt. Nach Angaben der Veranstalter nehmen daran 2.650 Jugendliche und junge Erwachsene aus 40 überwiegend europäischen Ländern teil. „Ich sehe in euch eine neue Generation im alten Europa“, so Tramper. Die Geschichte des Kontinents zeige, dass Gott gerade in Krisenzeiten Menschen dazu geführt habe, zu einer Erneuerung beizutragen. Das beste Beispiel dafür sei der Reformator Martin Luther (1483-1546). „Auch wenn du nicht Luther bist, kannst du die Welt verändern“, ermutigte der Generalsekretär der Europäischen Evangelischen Allianz die Kongressteilnehmer. Die thüringische Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht (CDU) hieß die Kongressteilnehmer mit einem schriftlichen Grußwort willkommen: „Wie seine Heiligkeit, Papst Benedikt XVI, haben nun auch Sie die Möglichkeit, das Land Martin Luthers kennenzulernen. Ich ermutige Sie, seinen Spuren durch Erfurt zu folgen.“ Sie wünschte den Jugendlichen unvergessliche Tage der Gemeinschaft und des gemeinsamen Gebets.

Nicht auf sich selbst schauen, sondern auf Jesus

Der bulgarische Pastor und Evangelist Charlie Hadjiev (Sofia) erklärte, die meisten Menschen sehnten sich in der Begegnung mit anderen nach Echtheit. Hier sollten Christen Vorbilder sein. Schließlich habe Gott den Menschen nach seinem Ebenbild geschaffen. Hadjiev empfahl den Jugendlichen, ihre Zeit nicht darin zu investieren, ein großes Image von sich selbst zu erstellen. Wer ein authentisches Leben führen wolle, sollte nicht auf sich selbst schauen, sondern auf Jesus Christus. Ziel des Kongresses ist es, die 16- bis 30-jährigen Teilnehmer zu einem missionarischen Lebensstil im Alltag zu motivieren und die Bereitschaft zu wecken, sich in der Weltmission zu engagieren. Veranstaltet wird der Kongress im Auftrag der Europäischen Evangelischen Allianz und der Europäischen Evangelikalen Missions-Vereinigung (EEMA). Kongressvorsitzender ist der Schweizer Martin Voegelin (Wallisellen). Mehr als 150 Organisationen, Missionswerke, Bibelschulen und theologische Seminare sowie verschiedene Kirchen und Gemeinden in Erfurt unterstützen „Mission-Net“. Der erste Mission-Net-Kongress hatte im April 2009 mit 2.600 Dauerteilnehmern aus 50 Ländern in Oldenburg stattgefunden.

Quelle: idea