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11.09.2007 | Neuer Direktor der Theologischen Kommission der Weltweiten Evangelischen Allianz |
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Washington D.C./USA (APD). Der australische Theologe und Pfarrer, Dr. David Parker, wurde zum neuen leitenden Direktor der Theologischen Kommission (TC) der Weltweiten Evangelischen Allianz (WEA) ernannt. Die Stelle wurde seit dem Ausscheiden des griechischstämmigen amerikanischen Baptisten Dr. James J. Stamoolis, vom deutschen Theologen Dr. Rolf Hille in Doppelfunktion als Vorsitzender (seit 1996) und Direktor (seit 2001) geleitet. Stamoolis stand der Kommission von 1998 bis 2001 als Direktor vor. Rolf Hille bleibt Vorsitzender der Theologischen Kommission der WEA. Er ist hauptamtlich als Rektor des Albrecht-Bengel-Hauses in Tübingen tätig. Der in Australien lebende Parker war über 20 Jahre Mitglied der TC und als Verwalter und Redaktor tätig. Als Direktor wird er jetzt die Tagesgeschäfte der Kommission übernehmen und weiterhin als Redaktor für die verschiedenen theologischen Publikationen der WEA, einschließlich der Zeitschrift "Theological Journal" tätig sein. Die WEA dankte Dr. Hille für sein Engagement für die evangelikale Dachorganisation seit 1996 und seine Mitwirkung in verschiedenen Tätigkeitsbereichen. "Wir sind Dr. Hille sehr dankbar dafür, dass er all die Jahre sowohl den Vorsitz innehatte und als leitender Direktor der Theologischen Kommission diente", sagte der internationale Direktor der WEA, Dr. Geoff Tunnicliffe. "Gleichzeitig sind wir auch dankbar, dass Dr. David Parker sich bereit erklärt hat, das Amt des leitenden Kommissionsdirektors zu übernehmen. Er wird eine ausgezeichnete Aufsichtsarbeit über die wichtigen Arbeiten unserer Theologischen Kommission leisten", so Tunnicliffe. Parker will sich nach eigenen Angaben der Weiterentwicklung der Kommission auf verschiedenen Wegen annehmen: Ausbau der bestehenden und Schaffung neuer Studieneinheiten und Task Forces, Erweiterung des Sortiments an Publikationen und insbesondere eine engere Zusammenarbeit mit den nationalen Allianzen, theologischen Arbeitskreisen und dem WEA-Leiterteam. Im Rahmen der Theologischen Kommission soll auch der Plan einer "Globalen Mitgliedschaft" weiterentwickelt werden, der vorsieht, dass Einzelpersonen, Ausbildungsstätten, Kirchen, Missionsgesellschaften und nationale Allianzen durch Entrichtung eines jährlichen Mitgliederbeitrages die theologische Arbeit der WEA fördern können. "Jetzt wo wir in den Vorbereitungsarbeiten für die Generalversammlung im Jahre 2008 stecken, möchten wir weitere Mitglieder aus allen Teilen der Welt finden, um die freien Stellen in der Kommission belegen zu können," sagte Parker. "Wir möchten auch in der Leitung der Theologischen Kommission den Übergang zur jüngeren Generation einleiten, um eine Gewähr für die Weiterführung unserer Arbeit in der Zukunft zu schaffen", betonte der neue Direktor. Die Weltweite Evangelische Allianz (WEA) repräsentiert etwa 420 Millionen evangelikale Christen in 128 Staaten. |
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11.9.2007 | Kampf der Kulturen oder Dialog der Religionen? |
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Ob im Alltag oder in der Weltpolitik: Religion beherrscht unser Leben, egal ob man einer Religionsgemeinschaft angehört oder die Existenz (eines) Gottes leugnet. Doch so unterschiedlich der Glaube von jedem einzelnen gelebt wird, so verschieden scheinen auf den ersten Blick auch die Religionen. Gibt es dennoch Gemeinsamkeiten oder sind die Ansichten der verschiedenen Glaubensgruppen unvereinbar? Wird der Dialog zwischen den Religionen inzwischen gelebt oder ist Skepsis und Misstrauen gegenüber Anders-Gläubigen vorherrschend? Wie viel Raum gewährt der Einzelne seinem Glauben im Alltag und wie denken eigentlich Nicht-Gläubige über Religion? Um diesen und weiteren spannenden Fragen auf den Grund zu gehen, hat „sozioland“ eine große Umfrage zum Thema „Glaube und Religion“ gestartet. Die Umfrage finden Sie direkt unter diesem Link. Angaben und Daten werden bei „sozioland“ vertraulich behandelt und nur zur statistischen Auswertung im Rahmen der Studie genutzt. Die Teilnahme an der Umfrage ist auch ohne Registrierung möglich. „sozioland“ ist eine unabhängige Informations- und Umfrageplattform zu allen gesellschaftlichen, kulturellen und politischen Themen, die Europa bewegen. Nutzer können ohne die Angabe persönlicher Daten an Umfragen teilnehmen. |
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07.09.2007 | ICEJ-Petition gegen ein nukleares Iran |
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LINZ. Die „Internationale Christliche Botschaft Jerusalem“ (ICEJ) sammelt derzeit weltweit Unterschriften für eine Petition, welche dem Generalsekretär der Vereinten Nationen überreicht werden soll. Diese bringt die Besorgnis vieler Christen über die Aussagen des iranischen Präsidenten, den Staat Israel auszulöschen, zum Ausdruck und soll die UNO zum Handeln bewegen. Die ICEJ ersucht alle Christen, diese Petition zu unterstützen und möglichst viele Unterschriften zu sammeln. Die Unterschriftenlisten sollen bis 30. Oktober 2007 an die Internationale Christliche Botschaft Jerusalem - Österreichischer Zweig, Postfach 334, 4021 Linz gesandt werden. Weitere Informationen finden sich auf der Website www.icej.at Auf der Homepage des deutschen Zweiges (www.icej.de) kann die Unterzeichnung auch online erfolgen! Die Internationale Christliche Botschaft Jerusalem unterstützt Israel aufgrund biblischer Verheißungen und vertritt dabei Millionen von Christen weltweit. Seit ihrer Gründung 1980 ist Jesaja 40,1f ("Tröstet, tröstet mein Volk ...") das Leitmotiv ihrer Arbeit. |
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03.09.2007 | Abzug von Christen wäre „tragisch“ für Afghanistan |
K a b u l (idea) – Für die afghanische Bevölkerung wäre es tragisch, wenn christlich-humanitäre Hilfswerke sich aus Sorge vor weiteren Entführungen durch radikal-islamische Kräfte aus dem Land zurückzögen. Diese Einschätzung hat der Vorsitzende des Arbeitskreises Islam der Deutschen Evangelischen Allianz, Kirchenrat i.R. Albrecht Hauser (Korntal bei Stuttgart), auf Anfrage von idea zum Ausdruck gebracht.
Hauser, der selbst vor rund 30 Jahren in Afghanistan tätig war, machte darauf aufmerksam, dass Hunderte von Afghanen in Entwicklungsprojekten christlicher Hilfsorganisationen beschäftigt sind, ganz abgesehen von den Tausenden, die von den Projekten für Bildung, Gesundheit und Wiederaufbau profitieren. Er sei aber zuversichtlich, dass sich die christlichen Hilfswerke nicht zurückziehen. Selbst unter der Herrschaft der radikal-islamischen Taliban habe es christlich-humanitäre Entwicklungsprojekte im Land gegeben. Allerdings könne die Tatsache, dass die Taliban im jüngsten Entführungsfall ihre Forderungen weitgehend durchgesetzt haben, anderen extremistischen Kräften im Ausland eine Vorlage bieten. Schon längst kursierten Handbücher für Entführungen im Internet. Alle Geiseln sind frei Hauser äußerte sich sehr erfreut über die erwartete Freilassung der 19 südkoreanischen Christen, die sich sechs Wochen lang in der Gewalt der Taliban befunden hatten. Aus der Gruppe von ursprünglich 23 Aufbauhelfern aus einer reformierten Kirchengemeinde südlich von Seoul hatten die Geiselnehmer zwei Männer erschossen, danach zuerst zwei Frauen und dann zwölf Gefangene freigelassen. Die letzten sieben Geiseln sind nach Taliban-Angaben am 30. August aus der Gefangenschaft entlassen worden. Sie sollen in wenigen Tagen über Dubai in ihre Heimat fliegen. In Verhandlungen mit der südkoreanischen Regierung hatten die Taliban ihre Forderung durchgesetzt, dass das Land bis Jahresende seine rund 200 Soldaten der Friedenstruppe ISAF abzieht und alle „christlichen Missionare“ zurückholt. |
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23.08.2007 | Schicksal südkoreanischer Geiseln hängt am seidenen Faden |
Die Taliban drohen mit Erschießungen. Wohin sind die Geiseln verschleppt worden?K a b u l / S e o u l (idea) – Das Schicksal der 19 südkoreanischen Christen, die sich in Afghanistan in der Gewalt der radikal-islamischen Taliban befinden, hängt am seidenen Faden. Die Taliban haben die Verhandlungen mit südkoreanischen Unterhändlern für gescheitert erklärt. Seoul sei offenbar nicht in der Lage, genügend Druck auf Kabul auszuüben, dass die Regierung ihre Gesinnungsgenossen freilasse. Den Geiseln drohe der Tod, wenn die Forderungen der Taliban nicht erfüllt würden. Südkoreas Präsident Roh Moo-Hyun hat unterdessen betont, dass die sichere Heimkehr der Geiseln weiterhin höchste Priorität genieße. Er appellierte an die afghanische Regierung, mehr Flexibilität zu zeigen. Ein männlicher und zwei weibliche Geiseln sind in einen Hungerstreik getreten, um zu verhindern, dass die Gefangenen in weitere Gruppen aufgeteilt und voneinander getrennt werden. Vor fünf Wochen, am 19. Juli, waren 23 christliche Aufbauhelfer, meist Krankenschwestern, in der Provinz Ghasni entführt worden, als sie ein mit koreanischer Hilfe gebautes Krankenhaus besuchen und dort bei der medizinischen Arbeit helfen wollten. Sie stammen alle aus der reformierten Presbyterianischen Sammul-Gemeinde in Bundang nahe Seoul. Die Geiselnehmer haben bereits zwei Männer erschossen - den 42-jährigen Jugendpastor Bae Hyung-Kyu und den 29-jährigen Computerexperten Shim Sung-Min. Zwei Frauen, Kim Ji-Na (32) und Kim Kyung-Ja (37), wurden freigelassen. Für den seit dem 18. Juli in der Gewalt der Taliban befindlichen deutschen Bauingenieur Rudolf B. fordern die Geiselnehmer die Freilassung von zehn inhaftierten Taliban-Kämpfern. Sein Begleiter ist in Gefangenschaft erschossen worden. |
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17.08.2007 | Hohes Maß an Übereinstimmung zwischen Adventisten und Evangelikalen |
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IBERRIEN SPRINGS, MICHIGAN/USA. Vertreter der Weltkirchenleitung (Generalkonferenz) der Siebenten-Tags-Adventisten und der Weltweiten Evangelischen Allianz (WEA) trafen sich vom 5. bis 10. August auf dem Gelände der adventistischen Andrews Universität in Berrien Springs, Michigan/USA, zur zweiten theologischen Gesprächsrunde. Die erste Konsultation fand im August 2006 im Internationalen Baptistischen Theologischen Seminar (IBTS) in Prag statt. In einer gemeinsamen Pressemitteilung wird der "lebendige Meinungsaustausch" in Michigan als "herzlich und freundlich" bezeichnet. Die Gespräche hätten ergeben, dass beide Dialogpartner Gott und sein Wort liebten und ein "hohes Maß an theologischer Übereinstimmung entdeckten". Die adventistischen Gesprächspartner stimmten "rückhaltlos" mit der Glaubensbasis der Weltweiten Evangelischen Allianz überein, die Leitsätze zur Bibel als Wort Gottes, zur Trinität, zur Sündhaftigkeit des Menschen, zum stellvertretenden Opfer Jesu, zur Rechtfertigung des Sünders allein durch die Gnade Gottes aufgrund des Glaubens an Christus, zum Werk des Heiligen Geistes, zum Priestertum aller Gläubigen und zur Wiederkunft Jesu enthalte. Die Gespräche hätten laut Pressemitteilung aber auch verschiedene Bereiche offenbart, bei denen es keine Übereinstimmung gebe. Das betreffe die adventistische Lehre vom Heiligtum und vom Gericht vor der Wiederkunft Christi, die Rolle und Autorität von Ellen G. White, der Sabbat als Gottesdiensttag für Christen und das adventistische Verständnis von Anthropologie. Ungeachtet dieser Meinungsverschiedenheiten seien die Gesprächsteilnehmer zur Überzeugung gelangt, dass die vielen Übereinstimmungen eine Zusammenarbeit von Adventisten und WEA in bestimmten Bereichen rechtfertigten. Ein gemeinsamer Bericht über die theologischen Gespräche in Prag und Berrien Springs mit Ergebnissen und Empfehlungen solle nach Genehmigung durch beide Seiten veröffentlicht werden. Laut dem adventistischen Delegationsleiter Dr. John Graz wäre eine Zusammenarbeit beispielsweise im Einsatz für die Religionsfreiheit denkbar. Nach Ansicht des Exekutivdirektors der Theologischen Kommission der WEA, Pfarrer Dr. David Parker, der an der Konsultation nicht teilnahm, sei eine Kooperation auch bei ethischen Fragen möglich. Aus Sicht der WEA wäre es bei den Gesprächen in Prag und Berrien Springs um die Frage gegangen, ob es Möglichkeiten gebe, mit den Siebenten-Tags-Adventisten im Rahmen der Evangelischen Allianz zusammenzuarbeiten. Die interkonfessionelle Begegnung wurde gemeinsam von dem Vorsitzenden der Theologischen Kommission der WEA, Dr. Rolf Hille (Tübingen), und dem Generalsekretär des Rates für zwischenkirchliche und interreligiöse Angelegenheiten der Generalkonferenz (CIRA), Dr. John Graz (Silver Spring, Maryland/USA), vorbereitet. Die Konsultation selbst leiteten Dr. Hille und Dr. William G. Johnsson (Silver Spring), Berater des Präsidenten der Generalkonferenz für interreligiöse Angelegenheiten. Die Weltweite Evangelische Allianz repräsentiert etwa 420 Millionen evangelikale Christen in 128 Staaten. Zur Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten zählen 15 Millionen Mitglieder und 20 Millionen Zugehörige in 202 Ländern. In Deutschland gibt es 36.000, in der Schweiz 4.300 und in Österreich 3.700 Mitglieder. An der 1874 gegründeten Andrews Universität sind rund 3.100 Studenten in den Fachbereichen Biologie, Chemie, Physik, Mathematik, Kunst und Design, Musik, Verhaltensforschung, Kommunikation, Sozialwesen, Krankenpflege, Gesundheitsvorsorge, Geschichts- und Politikwissenschaften, Englisch, Luftfahrtkunde, Landwirtschaft, Informatik, Architektur, Wirtschaftswissenschaften, Betriebswirtschaft, Marketing, Pädagogik und Theologie eingeschrieben. An ihr lehren 289 Dozenten. (Quelle: APD) |
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09.07.2007 | Europarat will Kreationismus nicht verdammen |
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Der Europarat will einen Bericht, der die Formen von Kreationismus allesamt als gefährlich hinstellt, nicht beraten. Das Papier muss überarbeitet werden. Ein Komitee unter dem französischen Mathematiker Guy Lengagne, einem sozialistischen Abgeordneten, hatte im Bericht schweres Geschütz aufgefahren: Wenn der aus der Bibel abgeleitete Schöpfungsglaube in den Schulen als Lehre gegen die Evolutionstheorie gestellt werde, gefährde dies die Demokratie und werfe die Gesellschaften in ihrer Entwicklung zurück. "Wenn wir nicht aufpassen, könnte der Kreationismus eine Bedrohung der Menschenrechte werden." Der Kreationismus, egal in welcher konkreten Ausprägung oder Glaubensrichtung, sei "nicht faktenbasiert", schreibt Lengagne in dem Bericht. Dagegen gebe es aus wissenschaftlicher Sicht "absolut keinen Zweifel" daran, dass die Evolutionstheorie zentral sei "für unser Verständnis des Universums und des Lebens auf der Erde". Lengagne warnt insbesondere davor, Kreationismus im Biologieunterricht zu vermitteln, als Alternative zur Evolutionstheorie, wie dies in den USA in einigen Staaten möglich ist. Wenn überhaupt, so dürfte darüber nur im Religionsunterricht gesprochen werden. Berichterstatter Lengagne behauptet, wenn die Anhänger des Kreationismus -schöpfungsgläubige Muslime inbegriffen - Auftrieb erhielten, würde die Suche nach einem Heilmittel für tödliche Krankheiten wie AIDS gebremst, Fundamentalismus und Extremismus würden gestärkt. Der Bericht warnt vor der engen Verbindung zwischen religiösem Extremismus, der oft hinter der Ablehnung der Evolutionstheorie stecke, und rechtsgerichteter Politik. Wer den Kreationismus konsequent vertrete, wolle die Demokratie durch die Theokratie, also einen Gottesstaat, ersetzen. Die Parlamentarische Versammlung des Europarats setzte den Bericht von der Tagesordnung ab. Der Vorsitzende der konservativen Fraktion, der Belgier Luc van den Brande, erklärte, die Kritik an den kreationistischen Vorstellungen sei unausgewogen. Der zuständige Ausschuss muss nochmals über die Bücher. Lengagne reagierte entsetzt: "Wir erleben hier, wie die Weichen für eine Rückkehr ins Mittelalter gestellt werden, und zu viele Mitglieder dieser Menschenrechts-Versammlung bemerken es nicht." (Quelle: www.livenet.ch) |
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04.07.2007 | Österreichischer Pfarrerinnen- und Pfarrer-Gebetsbund tagt in St. Sebastian |
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„Was Pfarrerinnen und Pfarrer bewegt… und die mit ihnen unterwegs sind …“ ist das Thema der diesjährigen Tagung des Pfarrerinnen- und Pfarrer-Gebetsbundes in Österreich (PGB). Die Tagung findet vom 9.–13. Juli 2007 im Familien- und Gästehaus Sigmundsberg in St. Sebastian bei Mariazell statt. Pfarrer Dr. Gerhard Harkam, Rektor des Predigerseminars der Evangelischen Kirche A. und H.B. in Österreich, wird die Bibelarbeiten halten. Über das Thema „Die sendungsorientierte Gemeinde als Ziel biblischer Verkündigung“ wird Rektor i.R. Pfarrer Dr. Klaus Eickhoff informieren. Weitere Informationen bei Senior Pfarrer Friedrich Rößler, Evang. Pfarrgemeinde A. B. Steyr, Bahnhofstraße 20, 4400 Steyr, Tel.: 07252/ 52 083, E-Mail:
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. (Quelle: epd Ö) |
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03.07.2007 | Glaube an die Schöpfung - eine Gefahr für die Demokratie? |
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Das Komitee für Kultur, Wissenschaft und Bildung des Europarats stuft in seinem Dokument 11297 vom 8. Juni 2007 unter dem Titel „Die Gefahren des Kreationismus im Bildungswesen“ („The dangers of creationism in education“, voller Text in englischer und französischer Sprache auf der Homepage des Europarats abrufbar, Adresse siehe unten) den Kreationismus als Bedrohung für Demokratie und Menschenrechte ein. In der Zusammenfassung am Beginn des Dokuments heißt es: „Die Evolutionstheorie wird von religiösen Fundamentalisten angegriffen, die dazu aufrufen, in den europäischen Schulen kreationistische Theorien neben oder sogar statt der Evolutionstheorie zu lehren. Vom wissenschaftlichen Standpunkt kann es absolut keinen Zweifel daran geben, dass die Evolutionstheorie eine zentrale Theorie für unser Verständnis des Universums und des Lebens auf der Erde ist. Der Kreationismus in allen Formen, wie etwa „Intelligent Design“ beruht nicht auf Fakten, verwendet keine wissenschaftliche Beweisführung und die Inhalte sind für den Unterricht in naturwissenschaftlichen Fächern in geradezu bemitleidenswerter Weise ungenügend. Die Versammlung ruft die Bildungsbehörden der Mitgliedsstaaten auf, wissenschaftliche Kenntnisse und die Vermittlung der Evolutionstheorie zu fördern und allen Versuchen, den Kreationismus als wissenschaftliche Disziplin zu lehren, entschieden entgegenzutreten.“ In dem mehr als 10 Seiten umfassenden Resolutionsentwurf heißt es unter anderem: „Die parlamentarische Versammlung ist besorgt über die möglichen negativen Auswirkungen der Verbreitung kreationistischer Theorien innerhalb unserer Bildungssysteme und über die Konsequenzen für unsere Demokratien. Wenn wir unachtsam sind, könnte der Kreationismus zur Bedrohung für die Menschenrechte werden, die ein zentrales Anliegen des Europarats sind.“ Es wird beklagt, dass der angeblich aus der Leugnung der Evolution der Arten durch natürliche Selektion geborene Kreationismus - bisher ein fast ausschließlich auf Nordamerika beschränktes Phänomen - seinen Weg vermehrt nach Europa findet. Dem Kreationismus wird jede Legitimität als wissenschaftliche Disziplin abgesprochen. Ein Vorwurf lautet: „Kreationisten stellen den wissenschaftlichen Charakter bestimmter Erkenntnisse in Frage und behaupten, dass die Evolutionstheorie nur eine Interpretation unter anderen ist. Sie beschuldigen die Wissenschaftler, nicht genug Beweise für die wissenschaftliche Gültigkeit der Evolutionstheorie zu erbringen. Hingegen verteidigen sie ihre eigenen Behauptungen als wissenschaftlich. All das hält einer objektiven Analyse nicht stand.“ Die „Intelligent Design“ Theorie wird wörtlich als „gefährlich“ bezeichnet. Weitere Vorwürfe lauten: „Die Evolution ist nicht nur eine Angelegenheit der Entwicklung des Menschen und von Populationen. Ihre Leugnung könnte ernsthafte Auswirkungen auf die Entwicklung unserer Gesellschaften haben. Fortschritte in der medizinischen Forschung mit dem Ziel der effektiven Bekämpfung von Infektionskrankheiten wie AIDS sind unmöglich, wenn jedes Prinzip der Evolution geleugnet wird ....“ „Der Krieg gegen die Evolutionstheorie und ihre Vertreter hat seinen Ursprung oft in Formen des religiösen Extremismus in enger Verbindung mit politischen Bewegungen der extremen Rechten. Die kreationistischen Bewegungen haben reale politische Macht. Tatsache ist, und das wurde bereits mehrmals aufgedeckt, dass die Vertreter des strikten Kreationismus darauf aus sind, die Demokratie durch die Theokratie zu ersetzen.“ ... „Die Vermittlung aller die Evolution betreffenden Phänomene als fundamentale wissenschaftliche Theorie ist daher entscheidend für die Zukunft unserer Gesellschaften und Demokratien. Aus diesem Grund muss die Evolution eine zentrale Position im Lehrplan und insbesondere bei den naturwissenschaftlichen Fächern einnehmen. Evolution ist allgegenwärtig, von der medizinischen Verordnung exzessiver Mengen von Antibiotika, was zu einem Auftreten resistenter Bakterien führt, bis zur Verwendung exzessiver Mengen an Pestiziden in der Landwirtschaft, was zu Mutationen von Insekten führt, gegen die Pestizide nicht mehr wirken.“ Der Schöpfungslehre wird ein Platz ausschließlich im Religionsunterricht zugebilligt. Die Panikmache vor der Überzeugung von einem intelligenten Schöpfer gipfelt in der Aussage in Punkt 17 des Dokuments: „Wenn wir nicht Acht geben, werden die zentralen Werte des Europarats von kreationistischen Fundamentalisten einer direkten Bedrohung ausgesetzt. Es ist Teil der Rolle der Parlamentarier des Rates, zu reagieren, bevor es zu spät ist.“ In vollkommen dogmatischer Weise heißt es in Punkt 51: „Es kann daher nicht akzeptabel sein, alternative Theorien als Wissenschaft zu lehren.“ Quelle: Website des Europarats Auszugsweise Übersetzung und Kommentare: ÖEA |
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13.06.2007 | Lebendig aber unscharf |
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Mit der profillosen Offenheit steht sich der Kirchentag selbst im Weg zu einem wirksamen Zeugnis. Statement von Hartmut Steeb, Generalsekretär der Deutschen Evangelischen Allianz, zum Ende des Evangelischen Kirchentags in Köln: Hunderttausende feierten gemeinsam beim 31. Deutschen Evangelischen Kirchentag in Köln unter dem Motto „lebendig und kräftig und schärfer.“ Seine Anziehungskraft ist offensichtlich. Er war wieder ein Podium der Meinungen und auch vieler Meinungsführer. Alle können sich einbringen. Auch evangelikale Positionen werden gehört. Aber die Not bleibt: Trotz des Mottos aufgrund des Hebräerbriefes, dass das Wort Gottes lebendig, kräftig und schärfer sei, hilft der Kirchentag leider wenig zu einem eindeutigen unüberhörbaren Zeugnis des Glaubens. Und dies liegt am gewollten Profil des Kirchentages. Der Kirchentag ist ein freies Podium des Alles und Nichts. Wider Göttliches, wider Biblisches, wider Christliches bekommt ebenbürtig auch Platz, Zeit und Raum – von „Fliege“ bis zur werbenden Darstellung für homosexuellen und lesbischen Lebensstil. Er profiliert sich leider nicht am Wort Gottes sondern sieht sein Profil gerade in dieser gelebten und gewollten doch fast grenzenlosen Offenheit. Wenn alles gleich gültig ist, folgt bald die Gleichgültigkeit In unserer Zeit der neuen Sehnsucht nach verlässlichem Glauben und unveräußerlichen Werten hätte der Kirchentag gerade unter diesem Motto die Chance gehabt, Entscheidendes zu bewirken. Doch wer Entscheidendes bewirken will, muss sich zuvor entscheiden, aus welcher Quelle er sich speisen lässt. Es gab viele Eindeutigkeiten und unsagbar viel Gutes und Richtiges. Aber wer außerhalb von Bibel und Bekenntnis steht, dürfte nicht gleichwertig und gleich berechtigt das Wort führen dürfen. So steht Führung und Verführung für viele unerkennbar nebeneinander. Denn was von Vielen als Stärke der Vielfalt angesehen wird, offenbart die ganze Schwäche: Wenn denn im Grunde alles als gleich gültig angesehen wird, ist der Weg zur Gleichgültigkeit geebnet. Es fehlt der Streit um die Wahrheit. Nicht der Streit um die Wahrheit in gesellschaftlichen Ermessensfragen sondern der Streit um die Wahrheit in den existentiellen Fragen des Glaubens und des Lebens. Die Prioritätenfrage wird offen gelassen. Dabei wäre doch das Wichtigste, Menschen in die persönliche Glaubensgemeinschaft mit dem lebendigen Gott zu rufen. Ein Kirchentag mit dieser eminenten Öffentlichkeitswirkung müsste den öffentlichen Anreiz zum Glauben an den lebendigen Gott geben. An den Gott, der in Jesus Christus Mensch geworden ist, für unsere Sünden am Kreuz von Golgatha gestorben ist, den Gott auferweckt hat und der wiederkommen wird, zu richten die Lebenden und die Toten. Würde diese biblische Botschaft als Hauptstrom hinaus posaunt, gäbe es statt allgemeiner gesellschaftlicher Zustimmung gewiss auch noch mehr echten Ärger über diese Botschaft der Einzigartigkeit von Jesus Christus, dadurch aber auch den notwendigen Anstoß zum Glauben. Noch immer gibt es blinde Flecken Bei aller scheinbar grenzenlosen Offenheit fallen dann doch die blinden Flecken auf: So gibt es trotz über 3000 Veranstaltungen noch immer keinen angemessenen Platz für das Zeugnis solcher Juden, die als messianische Juden Jesus Christus heute als Sohn Gottes bezeugen und deren Gemeinden erfreulicherweise wachsen. Und so gibt es zwar große Kundgebungen zu den großen Themen des G 8-Gipfels, aber der größten Menschenrechtsverletzung in unserer Zeit wird kein Lautsprecher auf den Podien gegeben. Dass in Deutschland jährlich mindestens 125.000 Menschen am eigentlich sichersten Ort sterben müssen, im Mutterleib, und weltweit täglich 125.000 Menschen so einen qualvollen Tod finden, entzieht sich unverständlicherweise der anscheinend gesellschaftlich so wachen Kirchentagsgemeinde. Darum bleibt leider nicht nur das Glaubenszeugnis durch den uferlosen Pluralismus unscharf, sondern auch der gesellschaftliche Auftrag, wirklich Salz und Licht in dieser Welt zu sein. |
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