Mir ist es gleich, ob eine Katze schwarz oder weiß ist; Hauptsache, 
sie fängt Mäuse.

Deng Xiaoping, chin. Politiker, 1904-1997


Religionsfreiheit
07.02.2009 | Kasachstan: Rechtsgutachten der OSZE übt heftige Kritik an Gesetzesentwurf

Vier Wochen nachdem der Verfassungsrat von Kasachstan mit seiner Überprüfung eines höchst restriktiven Entwurfs zu einem neuen Religionsgesetz begann, durch das verschiedene Gesetze zur Regelung des religiösen Lebens abgelöst werden sollen, teilte dieser mit, dass die Überprüfung noch nicht abgeschlossen ist. Menschenrechtsaktivisten und Religionsgemeinschaften sind weiterhin äußerst besorgt über den Gesetzesentwurf, der in einem Rechtsgutachten der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) scharf kritisiert wurde. In dem am 4. Februar veröffentlichten Gutachten kommt die OSZE zu dem Schluss, dass ein Vergleich des Gesetzesentwurfs mit internationalen Menschenrechts-standards und den Verpflichtungen Kasachstans als Mitglied der OSZE ernsthafte Probleme aufzeigt. In Absatz 22 des Gutachtens heißt es:

„Anstatt die Religionsfreiheit zu fördern, schaffen die Bestimmungen des Gesetzesentwurfs über Registrierung potentielle Hindernisse für die Rechte vieler Gruppen, Rechtspersönlichkeit zu erlangen. Das geplante Religionsgesetz ist so strukturiert, dass es kleineren Gruppen schwer gemacht wird, die gesamte Bandbreite religiöser Aktivitäten zu entfalten, die man normalerweise von ihnen erwartet würde. Religiösen Gruppen und lokalen religiösen Organisationen und Gruppen wird nicht gestattet, religiöse Bildungseinrichtungen ins Leben zu rufen. Das Recht auf Missionsarbeit ist nach wie vor Beschränkungen entworfen, wenn auch nicht in dem Ausmaß wie in einer früheren Version des Gesetzesentwurfs. Die Neuregistrierung aller religiösen Gruppen wird gefordert, wodurch bestehende Gruppen und deren Rechte auf Eigentum gefährdet sind, sollte die Neuregistrierung verweigert werden.“

Überdies stacheln die Behörden - ebenfalls unter Verletzung von Verpflichtungen eines OSZE Mitgliedsstaates - immer wieder zu Hass und Intoleranz gegen religiöse Minderheiten auf. Dabei schreckt man auch nicht vor massiven Lügen zurück. So wurde z.B. Angehörigen der kasachischen Luftwaffe und Offiziersanwärtern ein Film gezeigt, in dem behauptet wird, dass der Hare Krishna Kult seine Anhänger auffordere, Morde zu begehen. Ninel Fokina, Leiterin des Helsinkikomitees in Almaty rechnet - selbst wenn der Verfassungsrat den derzeitigen Gesetzesentwurf ablehnt - mit der baldigen Verabschiedung eines restriktiven Religionsgesetzes, da die Behörden offensichtlich beabsichtigen, ihre Kontrolle über religiöse Aktivitäten weiter zu verstärken.

„Die Politik des Staates gegenüber der Religion ist Teil seiner allgemeinen Politik gegenüber der Zivilgesellschaft - einschließlich der politischen Parteien, der Medien und NGOs“,erklärte Fokina gegenüber Forum 18. „Die Politik zielt darauf ab, die Kontrolle zu verschärfen“.

Ninel Fokina rechnet mit weiteren Verhaftungen, Razzien und Geldstrafen für Religionsgemeinschaften, unabhängig davon, ob der derzeit geprüfte Gesetzesentwurf verabschiedet wird oder nicht. Trotz der problematischen Menschenrechtslage soll Kasachstan im Jahr 2010 den OSZE Vorsitz übernehmen.

Quelle: Forum 18 News Service, Oslo
Übersetzung: AK Religionsfreiheit der österreichischen evangelischen Allianz

 
15.10.2008 | Irak: Christen in Mosul werden willkürlich ermordet - Irakische Christen bitten um Gebet

KELKHEIM. Das Hilfswerk für verfolgte Christen Open Doors erreichte ein dringendes Gebetsanliegen von irakischen Christen aus Mosul. Kontaktleute berichteten, dass bewaffnete islamistische Terroristen die Straßen durchstreifen und sich von Passanten ihren Ausweis, ihre ID-Card, zeigen lassen. Auf dem Ausweis ist die Religionszugehörigkeit „Muslim“ oder „Christ“ eingetragen. Weist er den Eintrag „Christ“ auf, wird der Inhaber auf der Stelle durch einen Kopfschuss getötet. Vor fünf Jahren wohnten etwa 300 000 Christen in Mosul, doch sind es heute nur noch 30 000. Panikartig verließen viele die Stadt. Es ist zu befürchten, dass auch der Rest der christlichen Minderheit flüchten wird, wenn diese brutale Gewalt gegen Christen nicht aufhört. Die Christen im Irak sind fast schutzlos der Willkür von Extremisten ausgesetzt. Open Doors ruft dringend weltweit zum Gebet für diese Glaubensgeschwister auf. Vor kurzem wurde eine mindestens dreijährige Gebets- und Hilfskampagne für Christen in der islamischen Welt gestartet.

Ein Christ in der Region Mosul, der aus Sicherheitsgründen ungenannt bleiben muss, schrieb:

„Liebe Brüder und Schwestern in Christus,

diese E-Mail ist ein Gebetsaufruf für den Irak, für die Menschen im Allgemeinen und insbesondere für die Stadt Mosul und für die dort noch lebenden Christen. In den vergangenen vier bis fünf Tagen wurden rund 25 Christen – manche sprechen gar von 40 - aus religiösen und politischen Gründen in verschiedenen Stadtteilen auf offener Straße ermordet. In der Vergangenheit wurden Menschen entführt, bedroht und mussten sich durch Lösegeldzahlung freikaufen, aber jetzt werden sie ohne Vorwarnung umgebracht. Die Regierung und die amerikanischen Streitkräfte haben nichts dagegen unternommen! Selbst die Medien berichteten nicht darüber, bis an einem Tag viele Christen in umliegende Dörfer und Städte flohen, wo sie unter harten Bedingungen leben. Es gibt Familien, die in ihrem Auto schlafen müssen. Überall herrscht Angst und Sorge. Wir rufen SOS und bitten um eure Gebete. Betet, dass die Terroristen, die ihre Morde im Namen Allahs verüben, damit aufhören. Betet für die Christen, dass sie in ihrem Glauben standhaft bleiben und Mut und Trost erfahren. Denkt bitte auch an die vielen Familien, die einen ihrer Lieben, ihre Häuser und ihr Geld verloren haben. Und schließlich betet für die Christen, die fliehen mussten und nun in einem sichereren, aber fremden Gebiet leben müssen und vielleicht nie wieder zurück in ihre Heimat kommen können.“

 
24.09.2008 | Iran: Parlament verabschiedet Gesetz über Todesstrafe für Abfall vom Islam

Apostasie (das Verlassen des Islams) ist in jedem islamischen Land ein enorm riskantes, zuweilen sogar tödliches Unterfangen. Das ist nichts Neues für die Betroffenen und auch nicht für jeden, der sich ernsthaft mit Religionsfreiheit beschäftigt.

Das traditionelle Recht der Scharia fordert den Tod des vom Islam Abgefallenen und stützt sich dabei auf den Haidth (Ausspruch Mohammeds): „Wer seine islamische Religion wechselt, tötet ihn.“ Sahih Al-Bukhari, Band 9,57).

In Zeiten des politischen Machtverfalls in den islamischen Staaten insbesondere nach den beiden Weltkriegen und dem Aufstieg des sekulären arabischen Nationalismus kam man weitgehend von der Verhängung der Todesstrafe wegen Apostasie auf staatlicher Ebene ab. Während Konvertiten aus dem Islam häufig aus religiösem Hass oder im Namen der „Ehre“ ermordet wurden, wurden von Staaten, die unter westlichem Mandat standen oder wirtschaftlich vom Westen abhängig waren, keine Todesurteile wegen Apostasie verhängt.

Doch die Zeiten haben sich geändert.  Die sunnitische Bewegung der Wahabiten konnte dank der enormen Gewinne aus den Ölexporten Saudi Arabiens ihre Lehren in vielen Ländern verbreiten. Nach Jahrzehnten sinkenden Lebensstandards in vielen islamischen Ländern sind die Menschen bereit, die Behauptung der Moslembruderschaft „der Islam ist die Lösung“ in der Praxis zu testen. Seit der islamischen Revolution von 1979 und der Gründung der Islamischen Republik Iran ist zwar in breiten Bevölkerungsschichten Ernüchterung eingekehrt, doch Präsident Ahmadinedschad und der ultrakonservative schiitische Klerus wollen, getragen von apokalyptischem Eifer, das Kommen des Mahdi beschleunigen.

In diesem Klima ist der Iran im Begriff, neue Gesetze zu schaffen, durch die der Abfall vom Islam und die Förderung des Abfalls (auch über das Internet) mit dem Tod bestraft werden sollen. Dies geschieht im Namen der „geistigen Gesundheit“ des Staates. Die Kleriker an der Spitze des iranischen Polizeistaats kümmern sich offensichtlich nicht um das Missfallen des Westens. Die Einführung der Todesstrafe für Apostasie ist für den Iran vielmehr ein geeignetes Mittel, den Westen zu brüskieren und die eigene Vormachtstellung im Mittleren Osten auf Kosten der USA zu zementieren.

Dieses Gesetz ist eine Reaktion auf die Realität, dass sich immer mehr durch die scheinbar nie enden wollende Armut und Unterdrückung entmutigte iranische Moslems vom Islam abwenden. Eine kürzlich im iranischen Fernsehen übertragene Predigt eines schiitischen Imam zeigt, wie besorgt die Behörden wegen des Phänomens der Bekehrung vom Islam zu anderen Religionen sind und dass sie bereit sind, diese Bewegung zu stoppen. Ein Youtube Clip zeigt einen Ausschnitt aus der Predigt eines schiitischen Mullah, der die Gläubigen anleitet, sich nicht darum zu kümmern, Sunniten, Christen oder Anhänger des Zoroastrismus (Religion des vorislamischen Iran) zum schiitischen Islam zu bekehren. Denn - so warnt er - er sei durch das ganze Land gereist und die größte Gefahr sei die des Abfalls vom Islam, insbesondere unter jugendlichen Schiiten, die sich der Religion der alten Perser zuwenden. „Lasst es nicht zu, dass unsere jungen Schiiten unsere Religion verlassen“, brüllt er. Dabei erwähnt er die Übertritte zum Christentum mit keinem Wort.

Iranische Konvertiten und die UN Flüchtlingsorganisation

Trotz der Gefahr für Konvertiten, ermordet zu werden, haben verschiedene westliche Länder in den letzten Jahren iranische Asylwerber, darunter auch Konvertiten aus dem Islam, in den Iran zurückgeschickt und sich dabei auf die Behauptungen des Hochkommissariats für Flüchtlingswesen der Vereinten Nationen (UNHCR) gestützt, dass diese dort nicht verfolgt würden.


Doch das UNHCR wird zur Kenntnis nehmen müssen, dass das iranische Parlament am 9. September einen Gesetzesentwurf angenommen hat, der zwingend die Todesstrafe für Konversion aus dem Islam vorsieht. Dieser Gesetzesantrag wurde mit 196 Ja-Stimmen und sieben Gegenstimmungen bei zwei Enthaltungen angenommen.

Der Weg dieses Gesetzesentwurfs durch das iranische Parlament gibt einer steigenden Zahl von Iranern, die den Islam verlassen und sich einer anderen Religion zugewandt haben, Anlass zu großer Sorge und stellt einen großen Rückschritt für die Menschenrechte im Iran dar. In dem Gesetzesentwurf werden neben Apostasie noch weitere Delikte angeführt, die mit dem Tode zu bestrafen sind, darunter die Einrichtung von Blogs und Webseiten, die Korruption, Prostitution oder den Abfall vom Islam fördern. In dem Gesetzesentwurf heißt es, dass wer dieser Delikte überführt wird, als „mohareb“ (Feind Gottes) und „Verdorbener auf der Erde“ zu bestrafen ist. Weiters ist vorgesehen, dass in all den genannten Fällen unbedingt die Todesstrafe zu verhängen und keine Strafnachsicht oder Umwandlung möglich ist.

Sofortige Auswirkungen?

Bereits im August wurden zwei iranische Christen offiziell wegen Apostasie angeklagt. Mahmood Matin Azad (52) und Arash Basirat (44) befinden sich seit ihrer Verhaftung am 15. Mai in Schiraz wegen des Verdachts der Apostasie in Haft. Die ursprüngliche Anklage lautete auf Propaganda gegen die islamische Republik Iran. Als ihr Anwalt sich Anfang August mit den Behörden in Verbindung setzte, wurde er informiert, dass die beiden wegen Apostasie angeklagt werden. Iranische Christen befürchten, dass nach der Verabschiedung des neuen Gesetzes ein Exempel an den beiden statuiert werden soll.


Zum Inkrafttreten des neuen Gesetzes fehlt noch die Zustimmung des Wächterrats. Selbst wenn diese aus irgendeinem Grund nicht erteilt werden sollte, ist es sehr wahrscheinlich, dass Personen, die das Schariarecht in die eigene Hand nehmen und Lynchjustiz üben vom derzeitigen Regime nicht zur Rechenschaft gezogen werden.


Quelle: WEA-RLC
Deutsche Fassung:
Österreichische Evangelische Allianz, Arbeitskreis Religionsfreiheit

 
28.08.2008 | Indien: Antichristliche Pogrome nach Mord an Hindu-Führer

B h u b a n e s w a r (idea) – In dem indischen Bundesstaat Orissa ist es zu antichristlichen Pogromen gekommen. Anlass ist die Ermordung des Hindu-Führers Swami Laxmanananda Saraswati am 23. August. Obwohl die Regierung erklärte, maoistische Kommunisten hätten die Bluttat verübt, machte die nationalistische Organisation „Vishwa Hindu Parishad“ (VHP) Christen für die Tat verantwortlich.

Nach Angaben kirchlicher Stellen wurden seither mindestens 21 Christen umgebracht und mehr als 114 Personen bei Angriffen schwer verletzt. Am meisten litten die Gemeinden im Kandhamal-Bezirk. Dort wurde der Pastor der adventistischen Kirchengemeinde Bakingia, M. Samuel Naik, ermordet. Mehr als 400 Kirchen, über 500 Häuser und zahlreiche kirchliche Bildungs- und Sozialeinrichtungen seien zerstört worden, berichtet der Präsident des Rates der indischen Christen, Sajan K. George. Im Distrikt Gajapati sei Pastor Mukunda Bardhan aus Mukundapur bei lebendigem Leib verbrannt worden. Einen anderen Pfarrer habe eine aufgebrachte Menge vor seiner Kirche gekreuzigt. Mehrere Nonnen seien vergewaltigt worden. Angriffe habe es auch auf Mitarbeiter und Einrichtungen des Hilfswerks World Vision, des Missionswerks Operation Mobilisation und ein Haus der von Mutter Teresa gegründeten „Missionarinnen der Nächstenliebe“ gegeben. Der indischen Evangelischen Allianz zufolge haben die Ausschreitungen ein bisher nicht gekanntes Ausmaß angenommen. In ganz Orissa scheine kein Dorf mit christlicher Bevölkerung verschont geblieben zu sein. Die Polizei tue wenig zum Schutz der Christen, die zu Tausenden in Wälder geflohen seien.

Katholiken geben ausländischen Evangelikalen Mitschuld
Aus Protest gegen die Übergriffe auf Christen riefen die evangelischen und katholischen Bischöfe alle Schulen und Bildungseinrichtungen in Indien zu einem Streik am 29. August auf. Zugleich forderten sie die Regierung des Bundesstaates Orissa in Bhubaneswar und die Zentralregierung in Neu Delhi auf, die Angriffe der militanten Hindus sofort zu stoppen. Sprecher der katholischen Kirche gaben aber auch ausländischen evangelikalen Missionsgesellschaften aus Nordamerika eine Mitschuld an den Ausschreitungen. Diese Gruppierungen machten Lockangebote für Übertritte zum Christentum. Während die „Bekehrten“ sich anschließend selbst überlassen würden, müsse die katholische Kirche in Indien die Konsequenzen tragen, sagte der Sprecher der Bischöfe im Bundesstaat Andhra Pradesh, Anand Mutungal, laut der Nachrichtenagentur kathweb. In Orissa, das als Hochburg militanter Hindus gilt, sind 94 Prozent der Bevölkerung Hindus. 2,4 Prozent der etwa 37 Millionen Einwohner gehören Kirchen an. Indien hat rund 1,1 Milliarden Einwohner, von denen 82 Prozent Hindus, 12 Prozent Muslime und 3 Prozent Christen sind.

 
25.08.2008 | Indonesien: Die Islamisierung Papuas

Eine Geschichte von Gewalt, Irreführung und dem Betrug an Christen

Anfang Juli berichtete die „Jakarta Post“: „Alle Fraktionen des Repräsentantenhauses haben sich darauf geeinigt, mittels neuer Gesetze eine legale Basis für den besonderen Autonomiestatus der neuen Provinz West-Papua zu schaffen“.

Hintergrund: Papua, im Osten Indonesiens gelegen, hieß früher Niederländisch-Neuguinea. Es handelt sich hierbei um den westlichen Teil der Insel Neuguinea, der keinesfalls mit Papua-Neuguinea (PNG), dem östlichen Teil der Insel, verwechselt werden darf. Als Indonesien schließlich die Kontrolle über Niederländisch-Neuguinea übernahm, wurde der Name auf Irian Jaya geändert. Am 25. Dezember 2000 stimmte Präsident Wahid offiziell einer weiteren Namensänderung von Irian Jaya auf Papua zu. Die Provinz West-Papua (die auch unter den Namen Papua Barat, Irian Jaya Barat und West Irian Jaya bekannt ist) wurde erst jüngst von der indonesischen Regierung geschaffen und umfasst den westlichsten Teil Papuas (Siehe Landkarte: http://en.wikipedia.org/wiki/West_Papua_(Indonesian_province))

Während in Papua die indigene Bevölkerung, vornehmlich Christen malaiischer Herkunft, nach wie vor, wenn auch nur knapp, die Bevölkerungsmehrheit stellt, hat in der Provinz West-Papua die seit Jahrzehnten von der Regierung geförderte Einwanderung von Muslimen aus Java dazu geführt, dass diese nun die Mehrheit bilden. Eine Legalisierung der Autonomie dieser Provinz von Papua wird den Islamisierungsprozess West-Papuas noch weiter festigen und die Provinz zu einem Vasallen Jakartas machen.

Dieser verfassungswidrige und einseitige Akt stellt einen Betrug an der Bevölkerung Papuas und eine Verletzung des Sonderautonomiegesetzes („Special Autonomy Law“) aus dem Jahre 2001 dar, das Vertrauen, Frieden, Stabilität und den Schutz kultureller und religiöser Freiheiten in Papua gewährleisten sollte. Stattdessen werden nun Frustration, Wut und Verzweiflung der indigenen Bevölkerung Papuas noch weiter angeheizt, muss diese doch hilflos zusehen, wie ihr einzigartig schönes Land ausgebeutet, islamisiert und zerstückelt wird.

Wie wenig Aufmerksamkeit internationale Medien oder Foren diesem entsetzlichen Missbrauch von Macht und Menschenrechten seitens der indonesischen Regierung schenken, ist schlichtweg unfassbar. Jedoch waren es die Regierungen des freien und auf Rechte pochenden „christlichen“ Westens, die den furchtbarsten Betrug begingen: Aus politischem Eigennutz und zum Zwecke wirtschaftlichen Gewinns betrogen sie die Bevölkerung Papuas und ließen sie im Stich.

Im Laufe des 20. Jahrhunderts wandte sich die Bevölkerung Papuas vom Schamanismus und gegenseitigen Abschlachten ab und Christus zu. Nun wird Papua islamisiert und das droht seiner Bevölkerung der Genozid. Dies ist nicht, wofür so viele mutige und treue niederländische, amerikanische und australische Missionare mit Pioniergeist ihr Leben geopfert haben.

Quelle: WEA Kommission für Religionsfreiheit, auszugsweise deutsche Fassung: ÖEA

 
23.06.2008 | Indonesien: Staat als „Richter“ über religiöse Wahrheit

Am 9. Juni 2008 erließ die indonesische Regierung ein Dekret, das die Tätigkeit der Ahmadiyya Sekte des Islam einschränkt. Der Gruppe wird die Verbreitung ihrer religiösen Praktiken und Auslegungen mit der Begründung verboten, dass diese vom rechtgläubigen Islam abweichen. Wer gegen das Verbot verstößt, riskiert eine Gefängnisstrafe von fünf Jahren. Den Hardlinern von der Front zur Verteidigung des Islam (FPI) und Hizbut Tahrir Indonesia (HTI) ist das jedoch zu wenig. Sie verlangen ein vollständiges Verbot der Gruppierung.

Durch dieses Dekret erhebt sich die Regierung selbst zur Richterin in religiösen Angelegenheiten und Verteidigerin der Rechtgläubigkeit und diktiert den Menschen, was sie von Gesetzes wegen glauben dürfen. Weiters stärkt die Regierung damit die Position des radikalen Islam, anstatt die grundlegenden Menschenrechte der Opfer zu schützen. 2007 hatte der höchste Rat islamischer Kleriker (MUI) eine Fatwa (islamisches Rechtsgutachten) erlassen, in der unter anderen vom Pluralismus, Liberalismus und Säkularismus beeinflusste Lehren als antiislamisch bezeichnet und die Gemeinschaft der Ahmadiyyah als „murtad“ (vom Glauben abgefallen“) eingestuft wurde. Mit dem Dekret vom 9. Juni bringt die Regierung deutlich zum Ausdruck, dass sich verurteilende Fatwas und Drohungen mit Gewalt lohnen. Eine prominente Gruppe von auf Menschenrechte spezialisierten Rechtsanwälten will das Dekret vor dem Obersten Gerichtshof und dem Verfassungsgerichtshof anfechten. „Das Vorgehen der Regierung, um die Tätigkeit der Ahmadiyya zu unterbinden, verstößt eindeutig gegen die Verfassung“, sagte Uli Parulian Sihombing, ein auf Menschenrechte spezialisierter Rechtsanwalt, der religiöse Minderheiten vertritt.

Quelle: WEA Kommission für Religionsfreiheit.
Übersetzung (gekürzt): ÖEA/JJ

 
20.06.2008 | Zimbabwe: „Wir werden verfolgt“

„Religionsfreiheit“ nur für Angehörige der Staatsreligion ist keine Religionsfreiheit. „Religionsfreiheit“, die keinen Religionswechsel erlaubt, ist keine Religionsfreiheit. Genau so wenig ist eine „Religionsfreiheit“, die von der politischen Loyalität zu einer bestimmten Partei abhängig gemacht wird, echte Religionsfreiheit.

Was 2001 als Einmischung der Regierung in die Angelegenheiten der anglikanischen Kirche in Zimbabwe begonnen hat, hat sich zu schwerwiegenden Verstößen gegen die Religionsfreiheit entwickelt, die so weit gehen, dass sich „Dissidenten“ unter den Anglikanern, und das sind die meisten der Anglikaner in der Hauptstadt Harare, nur noch unter Lebensgefahr versammeln können. Und es spricht nichts dafür, dass die Unterdrückung und Verfolgung bei den Anglikanern von Harare ein Ende hat. Auch die katholische Kirche und verschiedene protestantische Organisationen, die sich für Gerechtigkeit einsetzen, haben den Hass des Regimes bereits zu spüren bekommen.

In Harare wurden tausende Anglikaner aus den Kirchen ausgesperrt? Warum? Weil die anglikanische Kirche den Mut und die Integrität hatte, sich dem von Mugabe eingesetzten korrupten Bischof Dr. Nolbert Kunonga zu widersetzen. 2001 hatte die Geheimpolizei die Bischofswahl zugunsten von Kunonga beeinflusst. Kunonga hatte in den USA Theologie der Befreiung am „Unification Seminary“ der Vereinigungskirche von Rev. Sun Myung Moon in Barrytown im Bundesstaat New York gelehrt. Sein aussichtsreicher Gegenkandidat Tim Neill hatte sich beim Regime unbeliebt gemacht, da er dessen Menschenrechtsverletzungen anprangerte. Ein Beispiel für die Einschüchterung dieses an der Universität Oxford ausgebildeten Theologen: er erhielt einen Brief einer Regierungsstelle, in dem er gewarnt wurde, er würde sich um einen „Reisepass in die Hölle“ bewerben. Kunonga begann nach seiner Ernennung zum Bischof, die Diözese in einen religiösen Arm der Regierungspartei ZANU-PF umzuwandeln. Er vertrieb die weißen Priester und „säuberte“ die Priesterschaft von allen, die nicht als regimetreu galten. Das führte dazu, dass die Hälfte der afrikanischen Priester ins Ausland flohen. Um die verwaisten Kanzeln zu besetzen, begann er Personen ohne theologische Ausbildung zu Priestern zu ordinieren, darunter auch Mitglieder der Geheimpolizei. 2003 wurde der Fall von Bischof Kunonga vor ein Kirchengericht gebracht, und zwar wegen mehrerer Annklagepunkte von Häresie und Betrug bis zur Anstiftung zum Mord an zehn Priestern, die seiner Linie nicht folgen wollten. Das Verfahren vor dem Kirchengericht konnte nicht abgeschlossen werden, da die im Ausland befindlichen Zeugen aus Furcht um ihr Leben nicht nach Zimbabwe zurückkehren wollten, um auszusagen. Doch Kunonga hatte seinen Einfluss bereits verloren. Zuletzt versuchte er, die Diözese Harare von der Kirchenprovinz Zentralafrika - einer Gruppe von Diözesen in Botswana, Malawi, Sambia und Zimbabwe - herauszulösen, um seine Position zu erhalten. Gläubige und Priester wandten sich von ihm ab. Der politisch motivierte Spaltungsversuch scheiterte.
Daraufhin setzte die anglikanische Kirche der Kirchenprovinz Zentralafrika Kunonga wegen des Versuchs der Kirchenspaltung als Bischof von Harare ab. Dr. Sebastian Bakare, der 66-jährige ehemalige Bischof von Manicaland (Region an der Grenze zu Mozambique) wurde aus dem Ruhestand geholt, um Kunongas Position als Bischof von Harare zu übernehmen. Kunonga focht die Entscheidung vor einem weltlichen Gericht (Harare High Court) an. Dieses gestand der anglikanischen Kirche jedoch das Recht zu, ihre eigenen Angelegenheiten selbst zu regeln, bestimmte aber, dass die beiden die Kathedrale teilen sollten. Kunonga widersetzte sich und verbarrikadierte sich mit etwa 40 Jugendmilizionären der ZANU-PF in der Kathedrale. Anfang Mai wies der Oberste Gerichtshof die Berufung Kunongas ab. Bei aller Gesetzlosigkeit und dem bedrohlichen Klima im Land ist dies eine mutige Entscheidung der Höchstrichter, die damit bereit sind, sich auch dem Zorn Mugabes auszusetzen.
Kunonga wurde inzwischen von der Kirchenprovinz Zentralafrika der Anglikanischen Kirche exkommuniziert.

Explodierende Gewalt

Seither ist es zu einer Explosion staatlich angezettelter Gewalt gegen die Anglikaner von Harare gekommen. Mugabes Polizei hat alle Kirchen und kirchlichen Grundstücke beschlagnahmt und „Dissidenten“ unter den Anglikanern zu Verrätern gestempelt. In einer Schilderung eines Übergriffs am 16. Mai (Bericht New York Times) heißt es: „Die Gläubigen standen aufgereiht zur Heiligen Kommunion, als die Polizei die große St. Franziskuskirche in Harare, der Hauptstadt Zimbabwes, stürmte. Helm tragende Polizisten mit schwarzen Stiefeln schlugen mit ihren Schlagstöcken gegen die Kirchenbänke, während verängstigte Gottesdienstbesucher zu den Toren drängten. Ein Polizist schwang seinen Schlagstock in gefährlichen Bögen und traf alte Frauen, ein Mädchen und eine Großmutter, die gerade ihre Bibel aufheben wollte. Eine einzelne Frau begann aus einem Kirchenlied in der Shone Sprache zu singen: „Wir werden Gott anbeten, egal welche Prüfungen uns begegnen!“ Hunderte Frauen stimmten ein.

In der St. Paulskirche in Highfield, einem Außenbezirk von Harare, weigerten sich die Gläubigen, zu gehen und sangen weiter „Gloria in Excelsis Deo“, als am 4. Mai ungefähr ein Dutzend Polizisten in die Kirche eindrangen. Der Kommandant funkte nach Verstärkung. Etwa 50 Polizisten vertrieben dann einige hundert Gläubige durch Lärm, indem sie mit ihren Schlagstöcken gegen die Kirchenbänke schlugen. Einige Gläubige photographierten die Polizisten mit ihren Handys. Nachdem die Polizei auf einige Gottesdienstbesucher eingeschlagen hatte, wurde ihnen gesagt: „Geht nach Hause, ihr habt hier nichts zu suchen“.

Bischof Bakare erklärte: „Als Theologe, der viel über die Verfolgung der ersten Christen gelesen hat, fühle ich mich wirklich verbunden mit ihrer Geschichte. Wir werden verfolgt.“

Bischof M. Thomas Shaw von der Episkopalkirche aus Massachusetts hat kürzlich Zimbabwe besucht. Auch er berichtet über Kirchenschließungen, Verhaftungen, konfiszierte Konten und Fahrzeuge der anglikanischen Kirche. Die Einheimischen berichteten ihm über Polizeigewalt, Schläge, Einkerkerung und Einschüchterung durch Polizeihunde als alltägliche Elemente im Leben der Anglikaner von Harare. Bischof Shaw erlebte einen Gottesdienst am 18. Mai, den die Polizei aufzulösen versuchte. Die Menschen weigerten sich zu gehen, obwohl die Atmosphäre sehr bedrohlich war. Sie blieben, beteten und sangen mehr als 2 Stunden lang, während die Polizei sie bedrohte und gegen die Bankreihen schlug. Es waren auch Polizeihunde vor Ort. Weiter berichtet er: „Am Sonntag ging ich in dieses arme Stadtviertel. Es waren ungefähr 400 Menschen zum Gottesdienst in einem Hof eines Privathauses versammelt. Die Reihen reichten bis auf die Straße. Es war ein unglaubliches Erlebnis. Die Freude und Begeisterung dieser Leute ist wirklich tiefgehend.“

Weiter kompliziert wird die Situation der Christen durch ein seit Mitte Mai in Kraft befindliches Verbot von öffentlichen Versammlungen, darunter auch Gebetsversammlungen. Dies betrifft alle Konfessionen. Pastor Useni Sibanda von der Vereinigung der Kirchen von Bulawayo, erklärte gegenüber dem ökumenischen Nachrichtendienst Ecumenical News International: „Letzte Woche haben sie uns gesagt, dass die Kirchen keine Gebetsversammlungen im Freien mehr abhalten dürfen, außer auf dem Kirchengelände. Das ist schwer einzuhalten, wenn wir aus unseren Kirchen ausgesperrt sind.“

In den letzten Wochen hat die Polizei Razzien in Büros von Menschenrechtsorganisationen und christlichen Organisationen durchgeführt, darunter auch bei der christlichen Allianz Zimbabwes, der christlichen Studentenbewegung von Zimbabwe und der ökumenischen Organisation Ecumenical Support Services. Dabei wurden einige Personen festgenommen. Doch der Generalstaatsanwalt weigerte sich, die Verhafteten anzuklagen. So wurden sie wieder freigelassen.

Die Kirche im Schatten des Kreuzes

Anfang Juni haben die anglikanischen Bischöfe der Provinz Zentralafrika eine Pastoralbotschaft veröffentlicht, in der sie ihre tiefe Sorge und Bestürzung über die Eskalation der Gewalt zum Ausdruck bringen und die Gewalttäter aufrufen, das Gesetz zu respektieren.

Quelle: WEA-RLC
Deutsche Fassung: ÖEA

 
04.06.2008 | Arabische Republik Ägypten – IGFM: Regierung und Polizei müssen Christen schützen

Medieninformation
Internationale Gesellschaft für Menschenrechte
IGFM - Deutsche Sektion e.V.
Borsigallee 9, 60388 Frankfurt/Main
Tel.: 069-420108-0, Fax: 069-420108-33
eMail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Du musst JavaScript aktivieren, damit Du sie sehen kannst. , www.menschenrechte.de

Serie von Übergriffen auf die christliche Minderheit
in Ägypten muss beendet werden!

Kairo – Frankfurt am Main (4. Juni 2008) – Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) fordert die Regierung von Präsident Hosni Mubarak auf, endlich gegen die Verfolgung von koptischen Christen in seinem Land vorzugehen. Die ägyptischen Sicherheitskräfte und die Justiz müssten alle Bürger unabhängig von ihrer Religionszugehörigkeit gleichermaßen schützen. In jüngster Zeit sei die Zahl der koptischen Christen, die zu Opfern von Anschlägen wurden, deutlich gestiegen. „Die Polizei reagiert nicht auf Notrufe, die von koptischen Christen kommen“, kritisiert die IGFM, „dadurch machen sich die ägyptischen Behörden der unterlassenen Hilfeleistung schuldig und ignorieren das Recht auf Religionsfreiheit und das Diskriminierungsverbot.“

Am vergangenen Freitag wurden vier koptische Christen in der ägyptischen Hauptstadt Kairo bei einem gezielten Attentat erschossen. Im Stadtteil Zeitoun, der für seinen hohen christlichen Bevölkerungsanteil bekannt ist, wurden der 60jährige Juwelier Makram Gamil und drei seiner Angestellten von zwei Tätern mit automatischen Handfeuerwaffen umgebracht. Das jüngste Opfer ist der erst 22jährige Makram Salib. Die Täter flüchteten anschließend auf einem Motorrad. Die Polizei vermeidet jeden Hinweis auf einen religiösen Hintergrund der Tat und spricht stattdessen von „einem möglichen Racheakt“. Augenzeugen bezeichnen den Überfall allerdings als „typisch“ für die Vorgehensweise „islamistischer Terroristen“. Dass in dem Juweliergeschäft nichts gestohlen worden sei, erhärte den Verdacht, dass es sich um eine religiös motivierte Tat handele, erklärte die IGFM. Die IGFM verurteilt den Versuch der ägyptischen Behörden, solche Anschläge zu vertuschen und fordert sie auf, sich aktiv für den Schutz der christlichen Minderheit einzusetzen.

Angriff auf koptisches Kloster
Dieser Anschlag auf koptische Christen ist kein Einzelfall, so die IGFM. Der IGFM wurde außerdem berichtet, dass ein koptisches Kloster in der Stadt El Menya in Oberägypten von Bewaffneten attackiert wurde. Die Angreifer hätten bereits den landwirtschaftlichen Betrieb des Klosters zerstört. Etwa die Hälfte der Gebäude wurde niedergebrannt. Die Feuerwehr traf erst nach fünf Stunden ein und die örtliche Polizei reagierte nicht auf den telefonischen Hilferuf der Mönche. Drei der Mönche sind durch Schüsse schwer verletzt worden. Durch die Belagerung ist es den Mönchen jedoch nicht möglich, ihre Brüder in ein Krankenhaus zu bringen.

Bereits im Oktober 2007 seien die zwei Kopten Sadak Jamak und Karam Andraus in dem christlichen Dorf El Kosheh von einem Kommando, ähnlich den Attentätern des jüngsten Mordes, erschossen worden. Auch damals habe es keine Untersuchung des Verbrechens auf religiöse Motive gegeben, kritisiert die IGFM. Die Behörden stuften es als „allgemeine Gewalttat“ ein.

Nur wenige Monate zuvor, im Juli 2007, wurde in Alexandria die junge Konvertitin Eman Muhammed el-Sayed von islamistischen Verwandten angegriffen und mit dem Tode bedroht. Die von den Passanten herbeigerufene Polizei nahm die Frau in Gewahrsam, angeblich zu ihrem eigenen Schutz. Auf der Polizeistation wurde sie gewaltsam entkleidet und nackt fotografiert. Anschließend sei sie zur weiteren Befragung an Staatssicherheitsbedienstete übergeben worden, so die IGFM. Dort sei sie dann schwer gefoltert und anschließend ihren islamistischen Verwandten ausgeliefert worden.

Im Juni 2007 war ein koptisches Viertel in der Stadt Zawyet Abdel-Qader von militanten Muslimen überfallen und verwüstet worden. Sieben koptische Christen wurden dabei verletzt, Häuser und Geschäfte wurden beschädigt und geplündert. Einen Monat zuvor hatte es ähnliche Ausschreitungen in der Stadt Behma gegeben. Die sofort alarmierte Polizei sei erst drei Stunden nach Beginn der Unruhen erschienen, kritisiert die IGFM. In der Zwischenzeit vergewaltigten Islamisten koptische Frauen, brannten Häuser nieder und misshandelten koptische Männer.

Mehr Informationen unter www.menschenrechte.de

 
21.05.2008 | Belarus: Druck auf Orthodoxe wegen Verehrung von Märtyrern aus der Zeit der Sowjetunion

In Belarus (Weißrussland) wenden sich die Behörden gegen das Gedenken an orthodoxe Christen, die in der Sowjetunion um ihres Glaubens willen ermordet wurden. Die Geheimpolizei forderte die Entfernung der Ikonen der neuen Märtyrer, wie diese in der orthodoxen Kirche genannt werden, aus der Kathedrale von Grodno. Vertreter des Geheimdienstes betrachten die Ikonen der neuen Märtyrer in Kirchen als „Aufwiegelung des Volks“. Die in einem Gespräch geäußerte Aufforderung, die Ikonen zu entfernen, war keine formelle Anordnung. Bischof Artemi von Grodno weigerte sich auch, dieser nachzukommen und erklärte den Geheimdienstbeamten, dass sie die Geschichte nicht umschreiben könnten. Der Geheimdienst beobachtet auch oft die Besucher der Massengräber der Opfer des Stalinismus in Kuropaty, unter denen sich vermutlich viele orthodoxe Christen befinden.

Quelle: Forum 18 News Service, Oslo
Übersetzung: ÖEA

 
21.05.2008 | Tadschikistan - die letzten Tage der einzigen Synagoge des Landes?

Die einzige Synagoge Tadschikistans könnte in wenigen Tagen dem Bulldozer zum Opfer fallen, erklärte der Rabbiner, Mikhail Abdurakhmanov gegenüber dem Nachrichtendienst Forum 18. Die Synagoge war schon lange in ihrer Existenz bedroht, angeblich wegen Umbauarbeiten in der Hauptstadt Duschanbe. Aufgrund einer Gerichtsentscheidung muss die jüdische Gemeinde die Synagoge bis 18. Mai räumen. Dann soll sie abgerissen werden. Das Gericht weigerte sich, Beweise anzuerkennen, dass die Synagoge Eigentum der jüdischen Gemeinde ist und erklärte dem Rabbiner, die Gemeinde könnte die Abbrucharbeiten selbst erledigen, wenn sie die Baumaterialen erhalten will. Auch der protestantischen Nani-Hayat (Brot des Lebens) Gemeinde droht der Abbruch ihres Gebäudes. Im Laufe des Jahres 2007 wurden auch einige ohne Baugenehmigung errichtete Moscheen in Duschanbe abgerissen. Quelle: Forum 18 News Service, Oslo (Übersetzung durch ÖEA)

 
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