| 12.06.2009 | Belarus: Nach wie vor keine Religionsfreiheit |
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An der repressiven Politik des weißrussischen Präsidenten Aleksandr Lukaschenko gegenüber Religionsgemeinschaften hat sich nichts geändert. Viele Christen sehen kaum einen Unterschied zu den Tagen, als Weißrussland Teil der Sowjetunion war. Nach wie vor dürfen nur Gruppen mit staatlicher Genehmigung tätig werden. Gottesdienste und regelmäßige Treffen mit religiösem Inhalt in Privathäusern sind verboten. Kürzlich wurde die bisher höchste Geldstrafe wegen religiöser Betätigung ohne staatliche Registrierung verhängt. Der Baptist Nikolai Poleschtschuk aus Osipovichi im Osten von Belarus muss etwa drei monatliche Durchschnittsgehälter Strafe zahlen. Ein anderer Baptist wurde wegen des Betreibens einer christlichen Leihbibliothek verwarnt. Immer wieder kommt es zur Ausweisung ausländischer Mitarbeiter von Religionsgemeinschaften, wovon sowohl katholische Priester als auch Protestanten betroffen sind. Ein weißrussischer Protestant kommentierte: „Sie haben Bedingungen geschaffen, so dass man nicht nach dem Gesetz leben kann. Um technisch in Übereinstimmung mit dem Gesetz zu funktionieren, müssten wir die Hälfte unserer Kirchen schließen.“ Die Behörden haben die unabhängigen politischen, wirtschaftlichen und sozialen Organisationen bereits zerschlagen. Nun fürchten sie das Potenzial der letzten noch verbliebenen Gruppe unabhängiger Organisationen - der Kirchen. Diese Furcht der Regierenden wird dadurch weiter genährt, dass einige der Schlüsselfiguren der Opposition bekennende Christen sind. Es ist für das Lukaschenko Regime nicht einfach, die Balance zwischen dem äußeren Anschein von Religionsfreiheit und der restriktiven Wirklichkeit zu halten, wenn auch Beamte immer wieder beteuern, dass alle Maßnahmen im Einklang mit den Gesetzen des Landes stehen. Quelle: Forum 18 News Service, Oslo |





