| 08.05.2010 | Nepal: Streik lähmt Katmandu – Neu gewonnene Glaubensfreiheit in Gefahr |
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Schwelende politische Spannungen gefährden die neu gewonnene Freiheit in Nepal. Die Maoistische Partei des Landes hat das Leben und geschäftige Treiben in der Hauptstadt Katmandu durch einen Streik zum Stillstand gebracht, der durch Gewaltandrohung durchgesetzt wird. Der Streik begann am 1. Mai. Die Straßen sind wie leer gefegt, Geschäfte und Schulen sind geschlossen. Die Maoisten haben geschworen, den Streik fortzusetzen, bis sie die vollkommene Kontrolle über die Regierung übernehmen können. Der Streik macht es den (einheimischen) Missionaren von Gospel for Asia unmöglich, ihre Arbeit zu tun. Auch die Gottesdienste müssen ausfallen. Die anfängliche Beliebtheit der Maoisten war nur kurzlebig. Dem mit Gewalt durchgesetzten Streik ist bereits eine lange Serie von Unruhen vorangegangen, die von den Maoisten angezettelt wurden. Die Maoisten wurden in der ersten demokratischen Parlamentswahl in Nepal zur stärksten Partei. Eine kurze Zeit führten die vom Volk gewählten Abgeordneten der Maoisten im Jahr 2008 eine Mehrparteienkoalition, die das Land regierte. Ihre beherrschende Rolle verloren sie einige Monate später, als es zu Streitigkeiten innerhalb der Koalition wegen der Entlassung eines hochrangigen Offiziers der nepalesischen Armee kam. Jetzt verlangen die Maoisten den Rücktritt des Premierministers und behaupten, dass er nicht an der Spitze der Regierung steht, die das Volk verlangt hat. Eine weitere Konfliktquelle ist die unvollendete Verfassung des Landes. Bis vor kurzem war Nepal eine Monarchie mit einer Staatsreligion. Die Wahlen von 2008 waren der erste Schritt in Richtung Demokratie. Die neu gewählten Funktionäre wurden beauftragt, eine neue Verfassung zu entwerfen, durch die Nepal zu einem religiös neutralen Staat werden sollte. Die Frist für die Fertigstellung der Verfassung läuft in diesem Monat (Mai 2010) ab. Gewählte Abgeordnete anderer Parteien werfen den Maoisten vor, dass sie jeden Versuch, Gesetze zu verabschieden, blockieren. Die Leiter von Gospel for Asia in Nepal bitten um Gebet für ihr Land. Sie bitten um Gebet für ein friedliches Ende des Streiks. Sie bitten auch um Gebet, dass den Bürgern von Nepal echte Religionsfreiheit gewährt wird und das Land nicht in das alte System mit einer Staatsreligion zurückfällt. Ein großes Anliegen ist auch, dass es den Maoisten nicht gelingt, eine Diktatur nach ihren Vorstellungen zu errichten. Quelle: Gospel for Asia (http://www.gfa.org/germany) |





