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Datum: 25.02.2020

Der Katholische Familienverband richtet sich mit 76 Ideen für eine familienfreundlichere Gesellschaft an die Politik.

76 Ideen als Ergebnis eines aufwendigen Prozesses
Der Katholische Familienverband Österreichs (KFÖ) als größte überparteiliche Familienorganisation Österreichs hat in der vergangenen Woche sein neues Forderungsprogramm unter dem Titel „Familienpolitik Konkret“ vorgestellt.

In einem aufwändigen Prozess wurden Erfolgsbeispiele studiert und nach eingehenden Diskussionen mit Experten konnten 76 Forderungen und Ideen für eine zukunftsorientierte Familien- und Bildungspolitik präsentiert werden. Die Forderungen widmen sich den Schwerpunkten „Familien stärken“, „Familienleben ermöglichen“, „Finanzielles“ und „Bildung“.

Die Ideen zielen darauf ab, dass die notwendigen sozialen, politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen geschaffen werden, welche „es der jungen Generation ermöglichen sollen, ihren Wunsch nach Familie und Kindern zu realisieren, in die Erziehung von Kindern zu investieren, Familien und Generationensolidarität zu leben und Fürsorge für andere als Teil der eigenen Lebensperspektive zu betrachten“, erklärt der Präsident des Familienverbandes, Alfred Trendl.

In einer aktuellen Presseaussendung erinnert Trendl an die Gründung des Familienverbandes durch Franz Kardinal König und das erklärte Ziel, dass „die Familien sich selbst für ihre Ziele einsetzen und eine laute Stimme in der Politik sind“.

Recht auf Eltern, Großeltern und das Verbot der Leihmutterschaft
Die Ziele erstrecken sich über verschiedenste Bereiche der Gesellschaft und reichen von ganz grundlegenden Forderungen, wie dem Recht des Kindes auf Vater und Mutter und dem Recht auf beide Großelternteile auch im Trennungsfall bis hin zu spezifischeren Forderungen wie der Senkung des Mehrwertsteuersatzes auf Babyartikel von 20 auf 10 Prozent. Weiters wird die Erstellung einer Kinderkostenstudie und eines eigenen Preisindex für Familien gefordert. Ein eigener Abschnitt widmet sich dem Lebensschutz, wo unter anderem ein Verbot der Leihmutterschaft, flankierende Maßnahmen zur Fristenregelung und eine Verbesserung der Gesundheitsversorgung für Kinder gefordert werden.

Das Aus für die Wochengeldfalle
Im Bereich der finanziellen Unterstützung bedürfe Vieles einer Überarbeitung. So wird eine jährliche Wertanpassung der Familienleistungen gefordert, da beispielsweise die Familienbeihilfe in den vergangenen 15 Jahren einen Wertverlust von 22 Prozent erlitten habe. Auch soll die Wochengeldfalle beseitigt und der Mehrkindzuschlag wertangepasst werden. Der Familienverband fordert darüber hinaus unter anderem auch vier volle Jahre pensionsbegründende Beitragszeiten pro Kind, sowie das automatische Pensionssplitting. Letzteres hat bereits Eingang ins Regierungsprogramm gefunden. Lesen Sie dazu hier.

Forderung von einem umfassenden Pflegekonzept
Um die Vereinbarkeit von Familie und Erwerbstätigkeit zu verbessern, wird unter anderem ein bundesweit einheitliches Rahmengesetz für Kinderbetreuungseinrichtungen, ein umfassendes Pflegekonzept, eine gesetzliche Anrechnung der Elternkarenz als Vordienstzeit, sowie die Einbeziehung von Vereinbarkeitsmaßnahmen in die Corporate Governance vorgeschlagen.

Die Eltern sollen vorrangiger Erzieher bleiben und als Bildungspartner gestärkt werden
Neben einer Sicherstellung der Schulgeldfreiheit und einem verpflichtenden Ethikunterricht für Schüler ohne Religionsunterricht, wird als zentrales Element im Bereich Bildung auf die Anerkennung von Eltern als vorrangige Erzieher verwiesen und die Stärkung ihrer Position als Bildungspartner eingemahnt.

Zwar sei in den letzten Jahren familienpolitisch viel erreicht worden, aber viele Themen seien noch anzugehen, berichtet Trendl. Auf jeden Fall möchte der KFÖ auch im kommenden Jahr am Thema Väterbeteiligung dranbleiben und einige Veranstaltungen speziell für diese Zielgruppe organisieren . (MM)

Quelle: Institut für Ehe und Familie (IEF)

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