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Datum: 19.06.2020

Für Erneuerung der Kirche „auf Grundlage von Bibel und Bekenntnisschriften“

Windischgarsten/Wien – Auf Beschluss des evangelischen Oberkirchenrates A.B. ist die „Christusbewegung für Bibel – Bekenntnis – Erneuerung der Kirche“ als kirchlicher Verein anerkannt worden. Das teilte die Bewegung, die nach eigenen Angaben „auf der Grundlage von Bibel und Bekenntnisschriften für eine Erneuerung der Kirche“ eintritt, in einer Aussendung mit. „Wir glauben, dass Kirche dann neu wird, wenn sie sich auf ihre ursprüngliche Kraft besinnt und daraus Kirche für heute formt“, betont darin Reinhard Füßl, Kurator der evangelischen Tochtergemeinde Windischgarsten und Obmann des Trägervereins der Christusbewegung. Man wolle „ein klares Profil zeigen“ und „zu unserer evangelischen Identität stehen“. Dazu gehöre, mit einem „lebendigen Jesus Christus“ zu rechnen, der „Bibel zu vertrauen“, sowie das gemeinsame Engagement von Ehrenamtlichen und Hauptamtlichen: „Mit unserem Glauben verändern wir die Welt! Nicht die Welt verändert uns“, so die Christusbewegung.

 

Bischof Chalupka: Engagement für lebendige Kirche immer willkommen

Der Oberkirchenrat habe gerne die Anerkennung der Christusbewegung als evangelisch-kirchlicher Verein ausgesprochen, so Bischof Michael Chalupka gegenüber dem Evangelischen Pressedienst für Österreich: „Das Engagement mündiger Christinnen und Christen für eine lebendige, missionarische Kirche, die ihrem Auftrag treu ist, ist immer herzlich willkommen. Als Bischof freue ich mich über jede Bewegung, die in positiver Weise mithilft, die Kirche ständig zu erneuern, wie es uns von Martin Luther aufgetragen ist.“

„Unser Glaube an Jesus Christus trägt uns, gerade in den brennenden Fragen unserer Zeit. Hier ist uns die Heilige Schrift kostbarer Schatz und Wegweiser“, sagt Vorstandsmitglied Monika Faes von der Christusbewegung. Sie setze sich ein für „eine Kirche auf Augenhöhe, mündige Christinnen und Christen, Gremien, die unterschiedliche theologische Argumentationen nicht als Bedrohung, sondern als Aufforderung zum Diskurs schätzen“.

Füßl: Wollen als wichtiger Teil des Glaubensspektrums wahrgenommen werden

Angesichts des bestehenden Mangels an Pfarrerinnen und Pfarrern tritt die Christusbewegung, die sich laut Website „vorrangig“ als Laienbewegung versteht, dafür ein, „dass wieder verstärkt Pfarrer aus Deutschland und der Schweiz und auch solche von eher pietistisch geprägten Ausbildungsstätten in den Dienst der Evangelischen Kirche in Österreich aufgenommen“ würden. Sie unterstütze die Begleitung von Studierenden an der Fakultät in Wien, „so dass Wissenschaft und Glaube nicht auseinander klaffen“. Zudem wolle sie innerhalb der Kirche als wichtiger Teil des Glaubensspektrums wahr‐ und ernstgenommen werden. Das sei in der jüngeren Vergangenheit nicht immer so gewesen, so Obmann Füßl.

Auf ihrer Website legt die Bewegung noch zahlreiche weitere Anliegen dar, etwa den Missionsauftrag, die „Förderung der Übernahme von bewährten Mitarbeitern im Gemeindedienst ins Pfarramt“ sowie das Festhalten am „traditionellen Begriff der Trauung“. Jeder könne um Mitgliedschaft in der Christusbewegung ansuchen, der „schriftlich bekennt, dass er an Jesus Christus als persönlichen Herrn und Erlöser glaubt, die Heilige Schrift als maßgebliche Autorität für Glauben und Leben anerkennt, sich zu den Glaubenswahrheiten der Bibel im Sinn der Glaubensgrundlage und zu den Zielen der Christusbewegung bekennt“.

Das Gründungsfest der Christusbewegung war bereits im Juni 2019 in Windischgarsten begangen worden. Rund 100 Kuratorinnen und Kuratoren, Presbyterinnen und Presbyter, Lektorinnen und Lektoren, Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Mitarbeitende aus den Gemeinden, hätten sich dazu eingefunden. Nähere Informationen zur Christusbewegung unter: www.christusbewegung.at

Quelle: epd

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