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Datum: 02.07.2020

Die Bürgerinitiative #kindergerecht setzt sind für eine altersgerechte Sexualpädagogik in Österreich ein.

Die von der Plattform Christdemokratie unterstütze Bürgerinitiative #kindergerecht geht auf die persönlichen Erfahrungen der Initiatorin Mag. Suha Dejmek mit der Sexualpädagogik an österreichischen Schulen zurück.

Informationen über Sexualpädagogik halten Überraschungen bereit
Auf ihrer Website informiert die Initiative über die aktuelle Situation in der Sexualpädagogik und stellt unter anderem fest, dass der diesbezügliche Erlass des Bildungsministeriums Sexualpädagogik schon ab dem Schuleintritt vorsieht und dass es neben den biologischen Fragen immer öfters auch um Themen wie Lust, Sexpraktiken, Masturbation und Geschlechtsidentitäten geht.
Es wird darüber hinaus aufgezeigt, dass unter dem Prädikat „wertfrei“ eine frühe Sexualisierung der Kinder stattfindet, die unter anderem oftmals über ihre intimsten Sexvorlieben in Gruppen sprechen sollen und dass es Gang und Gäbe sei, dass den Eltern im sensiblen Bereich der Sexualerziehung ihre Verantwortung „abgenommen“ wird.

Initiative stellt sechs Forderungen
Genau dieser Tendenz aber soll entgegen gewirkt werden. So geht es der Initiative an erster Stelle darum, dass die Eltern als wichtigste Bezugspersonen eines Kindes erster Sexualerzieher sein sollen. Außerdem wird auf eine Anpassung der Grundsatzerlasse gepocht, die eine Neubewertung der sogenannte „WHO-Kriterien“ erfordere. Denn gerade die vom WHO-Regionalbüro für Europa und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung der Bundesrepublik Deutschland erarbeiteten Kriterien stehen schon seit geraumer Zeit in der Kritik. 
Darüber hinaus gibt es konkrete Forderungen zu den verschiedenen Altersstufen. So soll im Kindergarten auf proaktive Sexualpädagogik generell verzichtet und in der Volksschule eine Beschränkung auf rein biologischen Sexualkundeunterricht vorgenommen werden. In der Unterstufe soll die Sexualpädagogik ganzheitlich ausgerichtet sein, also die psychologischen, biologischen, emotionalen, gesellschaftlichen, seelischen und kognitiven Aspekte ansprechen und nicht wie bisher einen „Schwerpunkt auf sexuelle Praktiken“ legen. Diese Punkte sollen mit der Forderung nach einer fundierten Qualifikation von Lehrern im Bereich Sexualpädagogik gestützt werden.
 

Initiative möchte weiter informieren
Die Bürgerinitiative #kingergerecht hat es sich zum Ziel gesetzt, die österreichische Bevölkerung über den gesamten Themenkomplex Sexualpädagogik umfassend zu informieren und hat daher auf ihrer Homepage einen Blog eingerichtet, in dem schon erste Beiträge von Experten zu finden sind und der in der kommenden Zeit weiter ausgebaut werden soll. Auch besteht die Möglichkeit mit den Initiatoren in Kontakt zu treten, Fragen zu stellen und/oder eigene Geschichte im Hinblick auf Sexualpädagogik bzw. Aufklärung zu erzählen. (MM)

Quelle: Institut für Ehe und Familie (IEF)

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