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04.03.10 | Evangelische Allianz Deutschland: Brennpunkt Islam |
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BAD BLANKENBURG. Mit dem "Brennpunkt Islam - Anfrage und Herausforderung für Kirche und Gesellschaft" greift die Deutsche Evangelische Allianz in einer Konferenz vom 18. bis 20. März 2010 eines der aktuellsten Themen der Zeit auf.
Der Islam trete mit dem gesellschaftspolitischen und theologischen Anspruch auf, „die beste und letztgültige Lebens- und Glaubensweise für alle Menschen zu sein“, schreibt die Deutsche Evangelische Allianz in ihrer Einladung zur Fachkonferenz ihres Arbeitskreis Islam. Die Tagung soll sachkompetente Informationen zum Umgang mit diesem Thema liefern und auch danach fragen wie sich Christen dieser Herausforderung stellen können. Außerdem geht es darum Antworten auf die brennenden Fragen des Islam zu finden und zugleich zur Begegnung, zum kritischen Dialog und zum missionarischen Zeugnis ermutigen.
Im Eröffnungsreferat wird der Autor und wissenschaftliche Mitarbeiter beim Institut für Islamfragen der Deutschen Evangelischen Allianz, Carsten Polanz, der Frage nachgehen, "wie die muslimische Präsenz in Deutschland Kirche und Gesellschaft herausfordert". Neben ihm wirkt die Islamwissenschaftler Dr. Petra Uphoff ebenso mit wie der als Referent der Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen tätige Islamwissenschaftler Dr. Friedemann Eißler, Berlin, der zu den „Aussichten und Aufgaben des christlich-muslimischen Dialogs heute“ redet. Um Fragen der islamischen und christlichen Mission und der angespannten Lage für die Christen in islamischen Ländern geht es in Referaten und Gesprächsgruppen mit dem Vorsitzenden des „Arbeitskreis für Religionsfreiheit, Menschenrechte und verfolgte Christen“, Dr. Paul Murdoch aus Tübingen. Weitere Referenten und Mitwirkende sind die Vorsitzenden des „Arbeitskreis Islam“, Dr. h.c. Horst Marquardt als Gründungsvorsitzender und Vorsitzender des Christlichen Führungskräftekongress und der Evangelischen Nachrichtenagentur idea, der frühere württembergische Kirchenrat Albrecht Hauser, der in diesen Tagen sein Amt an den Nachfolger Ulrich Neuenhausen abgibt, den Missionsleiter des „Forum Wiedenest“ aus Bergneustadt. Eberhard Troeger, der ehemalige Leiter des Evangeliumsdienst Mittlerer Osten und Mitbegründer des Instituts für Islamfragen spricht zum "Brennpunkt Islam – Integration – Assimilierung oder die Parallelgesellschaft des organisierten Islam und der Umma?" und der Vorsitzende des Instituts für Islamfragen, Dr. Dieter Kuhl leitet eine Abendveranstaltung unter dem Thema „Wege von Mohammed zu Christus“.
Vor dem gemeinsamen Abschluss am Sonntag wird es eine Podiumsdiskussion "Quo vadis, Kirche und Gesellschaft in Europa? Wo stehen wir mit dem Islam – wohin gehen wir?" u. a. mit Dr. Horst Marquardt und Albrecht Hauser geben. Die Bibelarbeiten während des Kongresses halten Eberhard Troeger und der Leiter des Evangelischen Gemeindedienstes der Evangelischen Landeskirche in Württemberg, Werner Schmückle.
Mit den Worten „auch wenn die Christen die weltweit am stärksten verbreitete Religionsgemeinschaft sind, müssen wir uns den Herausforderungen stellen, die seitens der erstarkten Weltreligion Islam in Europa und weltweit auf dem Tisch liegen“, begründet der Generalsekretär der Deutschen Evangelischen Allianz, Hartmut Steeb, die erstmals im Evangelischen Allianzhaus in Bad Blankenburg angebotene Tagung, an der er auch selbst teilnehmen wird.
Einzelheiten zum Tagungsablauf und Anmeldungen: Evangelisches Allianzhaus, Esplanade 5-10a, 07422 Bad Blankenburg, Tel. 0049-36741-210, Fax 0049-36741-3212, e-mail:
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, Internet: www.ead.de |
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01.03.2010 | Evangelikaler Theologe beim Großmufti von Istanbul |
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Der Direktor des Internationalen Instituts für Religionsfreiheit und Vorsitzende der Theologischen Kommission der Weltweiten Evangelischen Allianz, Professor Thomas Schirrmacher, ist zu einem zweistündigen Gespräch mit dem Großmufti von Istanbul, Mustafa Çagrici, in dessen Amtssitz an der Suleiman-Moschee in Istanbul zusammengetroffen. Die Einladung ging auf eine kürzere Begegnung im Sommer 2009 zurück.Çagrici, auch Professor der Islamischen Theologie, ist einer der Verfasser des Briefes von 138 islamischen Führern an die Führer der Weltchristenheit. Schirrmacher hatte den Antwortbrief der Weltweiten Evangelischen Allianz formuliert. In dem Gespräch setzte sich Schirrmacher für den Ökumenischen Patriarchen und alle Christen in der Türkei ein. Çagrici versicherte, dass er für einen Islam eintrete, der Zwang verabscheue. Er hoffe, dass ein Beitritt der Türkei zur Europäischen Union auch zu mehr Religionsfreiheit in der Türkei führe. Am Tag zuvor hatte Schirrmacher bereits in Berlin ein Gespräch mit Prof. Dr. Ingo Hofmann, dem Beauftragten für auswärtige Angelegenheiten der Bahá'í-Gemeinde Deutschland und ihr Sprecher in Fragen von Menschenrechtsverletzungen geführt. Das Internationale Institut für Religionsfreiheit hatte sich verschiedentlich gegen die Verfolgung der Bahá'í insbesondere im Iran ausgesprochen. Auf die Frage, ob seine Gespräche mit Religionsführern eine inhaltliche Annäherung der Weltweiten Evangelischen Allianz an andere Religionen anzeigten, verwies Schirrmacher auf die Erklärung zur Religionsfreiheit der Weltweiten Evangelischen Allianz, die besage, dass die theologische Beurteilung anderer Religionen und das Einsetzen für ein friedliches Zusammenleben voneinander unabhängig seien. "Religionsfreiheit und friedliches Zusammenleben", so Schirrmacher wörtlich, "beruht gerade nicht darauf, dass man sich zunächst inhaltlich einigt, sonst hätte es selbst in Europa auch innerchristlich nie Religionsfreiheit gegeben." Im übrigen trete er dafür ein, dass auch gerade Andersdenkende persönlich miteinander im Gespräch sein müssten. Persönliches Vertrauen helfe, Frieden zu stiften und schwierige Situationen zu lösen, und sei eine wichtige Voraussetzung für ein ernsthaftes Gespräch über den jeweils eigenen Glauben.
Quelle: www.bucer.org/bq.html |
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01.02.2010 | "Klärungsbedürftiges Unverhältnis" zwischen Freikirchen und Ökumene |
Ökumenische Fachtagung in Wien über Freikirchen - Fleischmann-Bisten: Wechselseitiger Lernprozess - Der Vorsitzende der Evangelischen Allianz, Frank Hinkelmann, stellte die Entwicklung der Freikirchen in Österreich dar.
Wien, 1. Februar 2010 (epd Ö) - Ein "klärungsbedürftiges Unverhältnis" ortet der Leiter des Konfessionskundlichen Instituts Bensheim (Deutschland), Walter Fleischmann-Bisten, zwischen etablierten Kirchen und Freikirchen. Wie der evangelische Pfarrer am Freitag, 29. Jänner, bei einer ökumenischen Fachtagung in Wien betonte, sollten Landeskirchen und Freikirchen das Gespräch über Schriftauslegung und Bibelverständnis mit deren so genannten evangelikalen oder bibeltreuen Gruppierungen "erkennen und nutzen". Gleichzeitig warnte der Theologe vor dem religiösen Fundamentalismus, der aus den USA kommend einige evangelikale Ausbildungsstätten als "Einfallstor" nutze. Durch diese "alarmierende Tendenz" stehe letztlich das lutherische Grundprinzip "sola scriptura" auf dem Spiel. Konkret gehe es dabei um die vom amerikanischen Fundamentalismus vertretene "völlige Irrtumslosigkeit der Heiligen Schrift und die damit verbundene fundamentalistische Weltanschauung des Kreationismus als neuartige Wissenschaftsdisziplin".
Jene Freikirchen, die in der "Vereinigung evangelischer Freikirchen" in Deutschland mitarbeiten - dazu gehören etwa die Mennoniten, der Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden, freikirchliche Pfingstgemeinden, die Heilsarmee oder die Herrnhuter Brüdergemeine - bezeichnete Fleischmann-Bisten "bei allen Differenzen in Einzelfragen" als "die nächsten Konfessionsverwandten der lutherischen, reformierten und unierten Kirchen". Alte Klüfte sollten der Vergangenheit angehören, vielmehr könnte gerade ein wechselseitiger Lernprozess wichtige Impulse vermitteln. Diese könnten dazu beitragen, das in den Landeskirchen lange "stiefmütterlich behandelte" Thema Mission und Evangelisation, aber auch die Themen Diakonie und Weltverantwortung "als Kernaufgaben des Gemeindeaufbaus neu zu verstehen". Andererseits müsse bei freikirchlichen wie bei evangelikalen Missionsprojekten "strikt auf die Einhaltung der Rahmenbedingungen", wie etwa die Absage an das Abwerben von Mitgliedern, geachtet werden.
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25.01.2010 | Haiti braucht die Chance auf einen Neuanfang - ohne Schulden |
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Die „Micha-Initiative“ der Deutschen Evangelischen Allianz hat die Chance auf einen Neuanfang für Haiti gefordert. „Der Wiederaufbau des Landes soll keine Fortsetzung der Geschichte von Elend und Abhängigkeit sein. Haitis Schuldenproblem muss gelöst werden“, so Alexander Gentsch, der das Projektbüro der Initiative leitet, die von der Deutschen Evangelischen Allianz (DEA) getragen wird.
Mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF) habe bereits einer der wichtigen Gläubiger signalisiert, zu einem Schuldenerlass bereit zu sein. Auch wenn durch das Beben in Haiti viele andere Regionen aus dem Blickfeld der Medien verschwunden seien, gehe es nun darum, Haiti zu unterstützen, ohne die anderen Regionen zu vernachlässigen.
Jean-Valery Vital Herne, Koordinator der haitianischen Micha-Kampagne, betont, dass jetzt nicht nur materielle Hilfe, sondern auch psychologische und geistliche Unterstützung bitter nötig seien: „Viele der Werke, die die Micha-Initiative unterstützen, haben Nothilfeprogramme für Haiti gestartet. Die Rettungsarbeiten gehen auch deswegen so schleppend voran, weil das Land schon vor dem Erdbeben in einem desolaten Zustand war.“
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21.01.10 | ÖEA lädt ihre Partner und Mitglieder zum 2. Partnertag |
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Für Freitag und Samstag, den 22. und 23. Jänner 2010 lädt die Österreichische Evangelische Allianz ihre derzeit 72 Partner und 452 Mitglieder zu 2 Tagen des Austausches und der Vernetzung nach Linz-Ebelsberg. Neben dem Raum für Begegnung werden an diesem 2. Partnertag gesellschaftspolitische Themen im Vordergrund stehen. Prof. Dr. mult. Thomas Schirrmacher wird in 4 Referaten das Thema „Der christliche Beitrag in unserer multi-kulturellen Gesellschaft“ entfalten. Kurt Igler ThM (Plattform gegen Christenverfolgung) und Theo Hippel (Familiennetzwerk) geben Kurzberichte. Weiters geht es in Workshops am Samstag um „das politische Engagement von Christen“ und die „gefährdete Religionsfreiheit für Christen in Europa“. Referenten sind Theo Hippel, Kurt Igler und Drs. Frank Hinkelmann. Wirtschaftsprüfer Dr. Manfred Schwarz (Wien) wird sich am Freitagabend in zwei Seminarblöcken den Fragen der Teilnehmer zu den Bereichen Gemeinnützigkeit, Spendenabsetzbarkeit, Vereinsgesetz u.a. stellen. Außerdem erhalten die Partner der ÖEA die Möglichkeit, ihre Arbeit zu präsentieren und dadurch gegenseitig Informationen auszutauschen. |
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08.01.2010 | Allianzgebetswoche 2010 |
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Am Sonntag starten wir in die Allianzgebetswoche 2010. Das Thema, unter dem die Woche in diesem Jahr steht, lautet "Zeugen sein".
Die aktuellen Orte und Termine zur Allianzgebetswoche gibt es HIER.
Die Übersicht über Themen und Texte sowie das Begleitheft können HIER heruntergeladen werden. |
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07.01.2010 | Jürgen Werth: Entführte Christen pflegen Islamisten! |
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"Wir sind erleichtert, dass es ein erneutes Lebenszeichen der Familie Hentschel aus Sachsen gibt. Sie helfen mit ihrer Ausbildung als Krankenpfleger verwundeten muslimischen Kämpfern, wie es der Vize-Ministerpräsident des Jemen am Donnerstag vor der Presse in Sanaa mitteilte. Sie pflegen jene Menschen, die ihnen Schlimmes angetan haben und durch die Geiselhaft weiter antun. Das ist eine Aufgabe, die Jesus Christus durch seinen Tod am Kreuz allen Christen aufgetragen hat, auch seine Feinde zu lieben und ihr Leben zu retten. Bereits Anfang der Woche hatte die Deutsche Evangelische Allianz beschlossen, in der kommenden "Allianz-Gebetswoche" in besonderer Weise für die entführte Familie zu beten." Jürgen Werth, Vorsitzender der Deutschen Evangelischen Allianz
Zur Information: Die 5köpfige Familie Hentschel wurde im Juni 2009 im Jemen entführt. |
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07.01.2010 | Allianzgebetswoche 2010: „Zeugen sein“ |
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ERF Medien begleitet die Veranstaltung im Radio und im Internet
Wetzlar (ERF). Die weltweite Gebetswoche der Evangelischen Allianz vom 10. bis 17. Januar 2010 wird durch zahlreiche Sendungen bei ERF Medien im Radio als auch im Internet unter www.erf.de begleitet. Die Gebetswoche zu Beginn des Jahres steht unter dem Thema "Zeugen sein".
Alle Sendungen zur Allianzgebetswoche in Deutschland können zusätzlich im Internet gehört oder als MP3-Datei auf den PC geladen werden.
Die Sendungen zur Gebetswoche bei ERF Radio im Überblick:
Sonntag, 10. Januar, 21.30 Uhr: „Zeugen sein... aus der Begegnung mit dem Auferstandenen“. Mit Allianzreferent Ulrich Materne (Wittenberge). Montag, 11. Januar, 21.30 Uhr: „Zeugen sein... damit der Glaube wächst“. Mit dem Geschäftsführer der Stiftung Marburger Medien, Jürgen Mette (Marburg). Dienstag, 12. Januar, 21.30 Uhr: „Zeugen sein... damit Menschen gerettet werden“. Mit Wolfhart Neumann (Brandis). Mittwoch, 13. Januar, 21.30 Uhr: „Zeugen sein... damit es der "Stadt" gut geht“. Mit dem Generalsekretär des Bibellesebundes, Dr. Christian Brenner (Marienheide bei Gummersbach). Donnerstag, 14. Januar, 21.30 Uhr: „Zeugen sein... damit Menschen Hoffnung gewinnen“. Mit Dozent Dr. Horst Afflerbach (Bergneustadt). Freitag, 15. Januar, 21.30 Uhr: „Zeugen sein... von Generation zu Generation“. Mit dem Generalsekretär des Evangelischen Gnadauer Gemeinschaftsverbandes, Theo Schneider (Kassel). Samstag, 16. Januar, 21.30 Uhr: „Zeugen sein... damit Menschen Orientierung finden“. Mit Pastor Bernd Bierbaum (Bremen). Sonntag, 17. Januar, 21.30 Uhr: „Zeugen sein... damit Gott geehrt wird“. Mit Pastor Ekkehard Vetter (Mülheim).
Auch in der Morgensendung „Aufgeweckt“ bei ERF Radio zwischen 6 und 9 Uhr gibt es täglich Impulse zur Gebetswoche. In der Sendung „
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“ (So. 13 und 18, Fr. 20 Uhr) wird die Allianzgebetswoche Thema sein.
Alle Radiosendungen sind zu empfangen über Satellit digital (ASTRA 12,460 GHz horizontal, Symbolrate 27.500) und analog (ASTRA 10,906 GHz vertikal, 7,38 MHz), im Kabel sowie über Mittelwelle 1539 kHz (Mainflingen) und im Internet (www.erf.de). |
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11.12.2009 | Stoppt Christenverfolgung! |
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Am „Tag der Menschenrechte“, dem 10. Dezember, fand in Wien ein Aktionstag für die verfolgten Christen statt. Mehr als 20 Organisationen beteiligten sich daran, um der Öffentlichkeit diese vielfach unbekannte Tatsache vor Augen zu führen.
In einem Schreiben an die Plattform „Solidarität mit verfolgten Christen“ versicherte Außenminister Michael Spindelegger, dass die europäische Union sich einig ist, „dass der Zunahme von Diskriminierung und Verfolgung von Christen und anderen religiösen Minderheiten verstärkt und mit wirksamen Mitteln entgegnet werden muss“.
Mehr als 250 Millionen Christen in 50 Ländern werden wegen ihres Glaubens diskriminiert. Die Situation hat sich insgesamt verschlechtert. Zwischen 80 und 90 Prozent aller wegen Religionszugehörigkeit verfolgten Menschen sind Christen, allein 2008 wurden rund 175.000 Christen aufgrund ihres Glaubens getötet. Das sind alarmierende Zahlen, die bislang in Österreich und Europa verschwiegen und verdrängt wurden. Laut Weltverfolgungsindex 2009 mehrerer Menschenrechtsorganisationen, geschieht dies vor allem in den islamischen Staaten wie Saudi-Arabien, Iran, Pakistan, Afghanistan, aber auch in kommunistischen Staaten wie der VR Nordkorea, Vietnam oder China. In den letzten Monaten wurde über schwerste Gewalttaten gegen Christen – vor allem aus dem Irak, Ägypten, Eritrea und der Türkei berichtet. Oft wird Gewalt gegen christliche Minderheiten staatlich unterstützt oder stillschweigend toleriert.
Die Christen in Österreich und Europa können nicht länger wegsehen und tun, als ob dies weit weg ist. Auch in Europa nimmt die Diskriminierung gegenüber Christen und deren biblischen Werten zu. Außerdem haben wir das biblische Mandat, den verfolgten Brüdern und Schwestern zu gedenken und für sie eine Stimme in der Öffentlichkeit zu sein.
Edwin Jung Der Direktor von AVC Österreich (= „Aktion für verfolgte Christen und Notleidende“) vertrat beim diesjährigen Aktionstag auch die Österreichische Evangelische Allianz. |
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29.11.2009 | Schweizerische Evangelische Allianz zum Bauverbot für Minarette in der Schweiz |
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Jetzt die Grundfragen des Zusammenlebens klären
Die Schweizerische Evangelische Allianz (SEA) ist enttäuscht über das Abstimmungsresultat, welches den Weg zu konstruktiven Lösungen schwieriger macht. Auch über die Muslimverbände zeigt sich die SEA enttäuscht, weil es die Leitenden der Muslimverbände verpasst haben, ein klares Zeichen für ein friedliches Zusammenleben zu setzen und die Ängste der Bevölkerung gegenüber dem politischen Islam zu zerstreuen.
Zürich, 29. November 2009 (th/hjl) – Zur Beantwortung der Grundfragen, die sich im Zusammenleben mit Menschen aus islamisch geprägten Kulturen stellen, hat die heutige Abstimmung keine Lösung gebracht. Beispielsweise zur Integration, zur Religionsfreiheit, zum Schariagesetz oder der Parallelgesellschaft. Verfolgten Christen weltweit hat sie keine bessere Ausgangslage beschert und die Schweizer Glaubwürdigkeit in Menschenrechtsfragen nicht gestärkt. Die Fragen zum politischen Islam sind mit dem Minarettverbot nicht beantwortet.
Muslimverbände haben Chance verpasst
Auch die Verbandsleiter der Muslimverbände haben die Chance der vergangenen Jahre leider wenig genutzt, um sich klar zu den schweizerischen Rechtsgrundlagen zu bekennen, sich von einer parallelen Scharia-Anwendung für Muslime in der Schweiz zu distanzieren und die Diskriminierung von Christen in islamischen Ländern zu verurteilen. Bis letzte Woche hatte die SEA auf ein entsprechendes Zeichen der Muslime gehofft. Wiederholt hat Sie die Muslime aufgerufen, ein entsprechendes Zeichen zu setzen und ihren Beitrag zum Erhalt des religiösen Friedens in unserem Lande zu setzen.
Fragen gesamthaft und konstruktiv angehen
Mit dem klaren Abstimmungsresultat zur Minarettverbotsinitiative ist klar, dass die Ängste in der Bevölkerung vor dem politischen Islam nicht zerstreut werden konnten. Das Minarettverbot bietet zur Beantwortung der Grundfragen im Zusammenleben mit den Menschen aus islamisch geprägten Kulturen keine Lösung. Die SEA ruft die Politik auf, in Zusammenarbeit mit den leitenden Muslimen diese Fragen gesamthaft anzugehen und zu lösen. Die Politik darf nicht einfach zum Alltag übergehen. Sie muss tragfähige Lösungen und Antworten zu den Grundfragen finden, die sich im Zusammenleben mit der islamischen Kultur stellen, den Christen und den Muslimen zuliebe.
Die Schweizerische Evangelische Allianz (SEA) ist eine Bewegung von Christinnen und Christen aus reformierten Landeskirchen, evangelischen Freikirchen und christlichen Organisationen. |
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