Wenn zwei Menschen immer die gleiche Meinung haben, ist einer von ihnen überflüssig.

(Winston Churchill)


NEWS
27.08.2015 | Flüchtlingstragödie auf der A4

Bischof Bünker: Brauchen endlich legale Zugänge nach Europa
Fehlen eines gemeinsamen Vorgehens Europas hat tödliche Auswirkungen auf schutzsuchende Menschen

Wien (epdÖ) Tief erschüttert von der Flüchtlingstragödie auf der A4 zeigt sich der evangelisch-lutherische Bischof Michael Bünker: "Mitten unter uns hat der grausame Tod diese Menschen getroffen. Tausende sind vielleicht schon seit Tagen ahnungslos an dem LKW vorbeigefahren." Jetzt sei es dringend an der Zeit, sich der Realität zu stellen, "weil sich nicht nur in fernen Ländern, vor Lampedusa oder Kos, sondern mitten unter uns zeigt: Das Fehlen eines gemeinsamen Vorgehens Europas hat tödliche Auswirkungen auf schutzsuchende Menschen."

Der Bischof fordert legale Zugänge zum Asylwesen und legale Zugänge nach Europa. Das sei der einzige Weg, dem Schlepperwesen den Boden wegzuziehen. Allein durch die weitere Abschottung der "Festung Europa" und die Verschärfung der Verfolgung von Schlepperei werde kein Mensch, der in Europa Schutz vor Krieg sucht, abgehalten. Vielmehr würden nur die Preise steigen und das Risiko, auf der Flucht in Lebensgefahr zu geraten. Bünker: "Wir sind es den Toten von Parndorf schuldig, dass sie in würdiger Weise und in ihrer religiösen Tradition eine letzte Ruhestätte finden." Wenn möglich, so der Bischof, sollten ihre Angehörigen ausgeforscht und eingeladen werden.
Am Donnerstagvormittag waren bis zu 50 tote Flüchtlinge in einem abgestellten Lkw auf der burgenländischen A4 bei Parndorf entdeckt worden. Von den Schleppern, die den qualvollen Tod der Flüchtlinge zu verantworten haben, fehlt bisher jede Spur.

 
17.08.2015 | NÖ: Evangelischer Superintendent Paul Weiland plötzlich verstorben

paul weiland webST. PÖLTEN. Plötzlich und völlig unerwartet ist am Sonntag, 16. August, der Superintendent der Evangelischen Kirche in Niederösterreich, Paul Weiland, verstorben. Weiland, der im September seinen 66. Geburtstag gefeiert hätte, erlag am späten Nachmittag im Krankenhaus in St. Pölten einem akuten Herzversagen. "Der Tod von Paul Weiland ist ein riesiger Verlust für die Evangelische Kirche in Niederösterreich, für die Gesamtkirche und weit darüber hinaus", sagt Bischof Michael Bünker in einer ersten Stellungnahme gegenüber dem Evangelischen Pressedienst. Durch seine Stellung in der Ökumene und in der Öffentlichkeit habe Weiland als Vertreter einer Minderheitskirche "beispielhaft die gesamtgesellschaftliche Bedeutung des Evangeliums glaubwürdig vorgelebt". Das Eintreten für die Schwachen in der Gesellschaft und das diakonische Engagement der Kirche waren ihm, so Bünker, ein besonderes Anliegen, was sich auch in Weilands Stellungnahmen in der Öffentlichkeit widerspiegle. Dass Niederösterreich die evangelische Diözese mit den meisten Kirchenneubauten ist, hänge auch mit Weilands Wirken zusammen. Weilands Tod sei "ein großer, schmerzhafter Verlust. Unsere Anteilnahme gilt allen, die um ihn trauern, insbesondere seiner Frau Marianne", erklärt der Bischof.

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05.08.2015 | ERF Medien begleitet die 120. Allianzkonferenz

Bad Blankenburg/Wetzlar/D (ERF). Zum 120. Mal treffen sich in Bad Blankenburg in Thüringen rund 3.000 Christen vom 5. bis 9. August zur Allianzkonferenz. Die Besucher können dabei vielfach auf Mitarbeiter von ERF Medien treffen. Zum einen berichtet ERF Medien in Bild, Ton und Text von der Konferenz. Zum anderen stellt ERF Medien sein neues Programm „ERF Botschafter“ vor. Es lädt dazu ein, gemeinsam die gute Nachricht von Jesus bekannt zu machen. ERF Medien hat die Inhalte. Die Botschafter kennen Menschen, denen sie diese Inhalte bringen können.
 Am Stand von ERF Medien in der Bad Blankenburger Stadthalle erhalten die Besucher eine Tasche mit einer Postkarte und einem Puzzleteil. Wer das Puzzleteil am Stand abgibt, nimmt an der Verlosung von Radios teil.
 ERF Vorstandsvorsitzender Dr. Jörg Dechert hält am Donnerstag, 6. August, einen Workshop zum Thema „Unsere Zeit verstehen – eine Reise durch die Postmoderne“ um 14 und um 16 Uhr.

Die Tagung steht unter dem Thema „Argument: Liebe“ und befasst sich in Bibelarbeiten und Gottesdiensten mit dem 1. Brief des Apostels Paulus an die Korinther. Im Radio ERF Plus gibt es täglich Berichte aus Bad Blankenburg:

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30.07.2015 | Diakoniewerk Oberösterreich weitet Flüchtlingshilfe aus

90 Flüchtlinge finden derzeit in Linzer Berufsschule vorübergehend Unterkunft

Linz, 29. Juli 2015 (epdÖ) - In einer Linzer Berufsschule hat das Diakoniewerk Oberösterreich kurzfristig Wohnplätze für 90 Asylwerberinnen und Asylwerber geschaffen. Damit reagierte das Diakoniewerk auf die aktuell herrschende Notlage. "Durch die Übersiedlungen ist es den Flüchtlingen nun möglich, in einer menschenwürdigen Unterkunft zu leben", heißt es von Seiten der Organisation. Die Versorgung und Begleitung der AsylwerberInnen wird bis zum Umzug in dauerhafte Unterkünfte durch das Diakoniewerk gewährleistet.

Seit 2004 engagiert sich das Diakoniewerk Oberösterreich in der Betreuung von Flüchtlingen. Aufgrund der steigenden Zahl von Kriegsflüchtlingen wird das Engagement in der Begleitung von Flüchtlingen im Rahmen der Grundversorgung nun verstärkt. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Diakoniewerks stellen die Grundversorgung sicher, schaffen für die begleiteten Personen eine Tagesstruktur, ermöglichen Deutschkurse, leisten Hilfestellung bei Behördenwegen und sorgen für adäquate Freizeitbeschäftigungen. Neben der Versorgung mit dem Notwendigsten stehen die gesundheitliche Stabilisierung und das Aufzeigen von Perspektiven im Mittelpunkt der Betreuungsarbeit.

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25.07.2015 | Todesurteil gegen Asia Bibi ausgesetzt


Asia Bibi 2011 mit dem ermordeten Gouverneur von Punjab, Salman Taseer. Er setzte sich für Asia Bibi ein und sprach sich für eine Reform des Blasphemiegesetzes aus.

(KELKHEIM/D), 23. Juli 2015) – Das höchste pakistanische Gericht hat die gegen die Christin Asia Noreen verhängte Todesstrafe in einem Beschluss vom 22. Juli ausgesetzt. Die Richter ordneten eine neue Anhörung an, in der die Anklage gegen die besser als Asia Bibi bekannte fünffachte Mutter einer neuen Prüfung unterzogen werden soll. Sie war im Juni 2009 wegen angeblicher Beleidigung des Propheten Mohammed verhaftet und im November 2010 als erste Frau in Pakistan zum Tod verurteilt worden.

Der Leiter von Open Doors Deutschland, Markus Rode, äußerte sich zuversichtlich zu dem Beschluss, bittet aber weiter um Gebet für Asia Bibi: "Die Aufhebung der Todesstrafe durch den Obersten Gerichtshof ist ein sehr ermutigendes Zeichen und ein entscheidender Schritt in die richtige Richtung. Wir glauben, dass das internationale Engagement und die Gebete vieler Menschen hierzu beigetragen haben. Bis zur tatsächlichen Freilassung von Asia kann jedoch noch viel Zeit vergehen. Das Urteil schafft die Voraussetzung dafür; wenn sie jetzt das Gefängnis verlassen würde, wäre das Risiko für Asia Bibi jedoch sehr hoch, einem Anschlag zum Opfer zu fallen. Wir bitten darum, weiter für sie und ihre Familie zu beten, auch um Schutz vor islamischen Extremisten." Pakistan belegt Rang 8 auf dem Open Doors Welt-verfolgungsindex.

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