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Datum: 01.10.2019

„Man muss reisen, um zu lernen“ sagte einst der Autor Mark Twain. Jede Reise ist einzigartig, sie verändert uns und unseren Blickwinkel auf diese Welt. Nehmen wir dann auch noch Gott als Wegbegleiter ganz bewusst auf diese Reise mit, beziehen ihn in unsere Planungen mit ein und legen all unsere Begegnungen und Erlebnisse im Gebet in seine Hände, dann kann solch eine Reise nicht nur ein besonderes Erlebnis werden, sondern ein großer Segen für uns selbst und viele andere Menschen.

Mit diesen Gedanken planten mein Mann und ich eine vierwöchige Reise zu unseren Partnerschulen in Australien. Wir bauen gerade einen christlichen Bildungscampus für Kinder und Jugendliche im Alter von 1 – 14 Jahren in Wien (www.internationalcampusvienna.at). Hierfür wollten wir uns noch letzte wichtige und entscheidende Inputs für die Organisation und Administration sowie für unsere geistliche Ausrichtung und Pädagogik holen. Auch von den unterschiedlichen Arten an Einrichtungen und Materialien versprachen wir uns wichtige Inspirationen.

Vier Wochen und 40.000 Flugkilometer später hatten wir unterschiedliche Schulen in Singapur, Indonesien, Australien und Neuseeland besucht, an einer Lehrerkonferenz teilgenommen, hunderte Fotos gemacht und viele hilfreiche Inputs mit nach Hause genommen. Von den vier Kilogramm Übergepäck, die durch die zahlreichen Unterlagen und Bücher entstanden, ganz zu schweigen.

Wir sind so vielen herzlichen Menschen begegnet, die es geschafft haben, ihr Leben als Christ mit ihrer Berufung als Pädagoge zu verbinden. Dies, sowie der Austausch mit vielen Lehrern und Schulleitern hat uns geholfen, unser Vertrauen zu Gott und seinem Plan zu festigen.

Jeden Tag sind wir, unser Team und unsere Arbeit vielen Anfeindungen ausgesetzt. Da ist es unheimlich ermutigend zu sehen, dass wir nicht alleine sind. Die meisten Schulen, die wir besucht haben, hatten in der Vergangenheit ähnliche Erfahrungen gemacht. Doch haben sie immer wieder, auf Jesus vertrauend, ihre „Komfortzone“ verlassen und folgten mutig der Vision, die ER ihnen gegeben hat. Wir durften uns erneut davon überzeugen, dass Gott immer treu ist – im Kleinen und im Großen. Auch konnten wir bezeugen und miterleben, welche Kraft, welcher Segen für die ganze Schulgemeinschaft darin liegt, wenn Männer und Frauen Gottes als Einheit, ihre Gaben verwendend, einander unterstützend unter Gottes Führung zusammenarbeiten.

Die Reise eines Menschen beginnt nicht erst, wenn er in ein Flugzeug steigt oder der Schaffner zur Abfahrt pfeift. Nein, Gott legt zu Beginn eine tiefe Sehnsucht in unser Herz. Eine Vision, an die uns der Heilige Geist Tag und Nacht erinnert. Es steht uns frei, dieser Sehnsucht nachzugehen und ich danke Gott, dass er meinem Mann und mir den Mut geschenkt hat und täglich in seiner überreichen Gnade aufs Neue schenkt, diese Reise mit ihm zu machen.  Dadurch sind wir in der Lage, immer wieder die erfüllende Erfahrung zu machen, dass Gottes Verheißung an Moses „Ich will dich segnen und zu einem Segen machen“, auch für uns gilt: Wir wurden reich beschenkt, konnten aber auch andere auf ihrem Weg als Christ und Pädagoge, als Lehrer und Leiter, ermutigen.

Wir wurden stark darin bestätigt, dass unser Motto „Christliche Bildung macht junge Menschen stark fürs Leben“ so aktuell wie nie ist und Gottes Herzschlag für christliche Kindergärten und Schulen für Österreich zeigt. Nun gilt es, all das Gesehene, Erlebte und Gelernte zu sortieren und im Gebet zu hinterfragen, welche Themen, welche Veränderungen oder Erneuerungen für uns an der Mayflower Christian Academy am neuen Standort des International Campus Vienna dran sind. Worauf sollen wir unseren Fokus legen? Welche Konsequenzen ergeben sich aus unseren Reiseerfahrungen, welche neuen Ziele stecken wir uns, wo liegen nun die Herausforderungen, das Gelernte in Lehrendes umzusetzen?

Folgendes ist uns nach unserer Reise ganz klar:

  • Jesus ist im Zentrum allen Lernens. Lehren und Lernen, welche von Gottes Wahrheit her erforscht und abgeleitet werden, führen zu Erkenntnis und Kompetenz in allen Wissensbereichen.
  • Lobpreis, Gebet und Erfrischung durch Gottes Wort sind Basis für echte Zusammenarbeit und Gemeinschaft im Lehrerteam.
  • Von und mit anderen Schulen zu lernen ist ein Privileg und ein großer Segen.
  • Die Architektur und Einrichtung der Schule ist ein wichtiger Wohlfühlfaktor und sollte (auch) an christlichen Bildungseinrichtungen unbedingt beachtet werden.
  • Gottes Vision ist immer größer als unser menschliches Wissen oder Können.
  • Christliche Bildung braucht starke, reife, christliche Pädagogen.
  • Christliche Bildung macht junge Menschen stark für alle Bereiche ihres Lebens.
  • Christliche Schulen und Kindergärten sind ein Dienst an christlichen Eltern und Gemeinden.
  • Christliche Schulen und Kindergärten brauchen Ermutigung und Gebet durch die Gemeinden.
  • Durch christliche Schulen und Kindergärten werden dem christlichen Glauben noch fernstehende Familien auf Jesus aufmerksam und öffnen sich.
  • Christliche Schulen in Österreich sind Teil eines weltweiten Netzwerkes von tausenden Schulen:  WE ARE NOT ALONE!

Und last but not least: Alles, was wir gesehen, erfahren und gelernt haben, soll allen mit uns verbundenen Schulen und Kindergärten in Österreich als Hilfe und Unterstützung dienen und zum Segen werden.

Näheres zu den Schulen der Freikirchen in Österreich findet man unter http://www.schulamt-freikirchen.at/privatschulwesen.html

 

Autor: Sylvia Aszmann

 

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