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Datum: 26.09.2019

Neun Jahre vor der Pensionierung meines Mannes ging die Firma, bei der er angestellt war, in Insolvenz. Schnell kam da die Frage auf: „Wovon werden wir in Zukunft leben?“

Ich sah keinen Grund, meinen Dauerauftrag für die Österreichische Evangelische Allianz einzustellen, hatte ich doch Vertrauen, dass GOTT weiterhin, aber auf andere Art und Weise, für uns sorgen würde. Unsere beiden Kinder erhielten ausreichend Studienbeihilfe, ich fand eine Teilzeit-Arbeitsstelle, mein Mann ging einkaufen, kochte und machte ausgiebige Spaziergänge mit unserem Hund. So konnte er in den erwerbslosen Jahren gut seinen Tagesrhythmus halten.

„Jetzt wird es aber Zeit, dass Du Deinen Zehnten einstellst!“ sagte er des Öfteren zu mir. Ich sah keinen Grund dafür. Dann wurde meine Mutter todkrank, brauchte uns und: wir hatten Zeit! Erst besuchten wir sie mit dem Zug, dann schenkte uns mein Bruder sein Auto. Er wollte sich ohnehin ein anderes kaufen. Dadurch wurde vieles für uns einfacher.

Mein Mann fand keine Arbeit, hielt mir aber stets den Rücken frei für meine Arbeit. Tagelang fuhr er auch ohne mich zu meiner Mutter, half Freunden beim Umzug, am Computer, bei Bewerbungsschreiben.

Meiner Mutter ging es zusehends schlechter, sie bekam einen Platz im Pflegeheim, wo sie gut betreut wurde. Genau am Allerheiligentag umarmte eine gläubige Krankenschwester liebevoll den Kopf meiner Mutter mit beiden Händen und sie glitt in vollem Bewusstsein mit den Worten: „Ich komme ins Paradies …“ sanft hinüber.

Ich war sehr froh, dass mein Mann die Zeit hatte, in dieser Lebensphase ganz für uns da zu sein. Viele Freunde beteten, dass mein Mann wieder Arbeit bekäme und wirklich: nach viereinhalb Jahren (!) bekam er zu seinem 60. Geburtstag wieder eine Stelle, noch dazu in seinem Beruf und er fühlt sich sehr wohl dort. So etwas kann nur GOTT schenken!

In all dem Druck hatte ich bei meinem Chef gekündigt, die monatliche Unterstützung aber weiterhin gegeben. Ich habe mir Zeit für ein Trauerjahr gelassen, bin voller Zuversicht und ich bin überzeugt: „Es lohnt sich, den Zehnten zu geben!“

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Name und Anschrift der Verfasserin ist der Redaktion bekannt.

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