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Datum: 10.10.2022

Die Bibel beschreibt an vielen Stellen geradezu eine Kultur der Dankbarkeit. Wie können Sie diese heute in Ihren Alltag hinein umsetzen? Ein paar Ideen können Ihnen eine erste Anregung bieten.

Das Thema Geben zieht sich wie ein roter Faden durch die Bibel und wird dabei viel breiter dargestellt als nur als ein verpacktes Geschenk. Es ist geprägt von Liebe bei Gott, der «seinen eingeborenen Sohn gab» (Johannes, Kapitel 3, Vers 16) – und hier geht es nicht nur ums Kreuz. Es ist geprägt von Überraschung bei Petrus und Johannes, die einem Bettler «Silber und Gold» verweigern (Apostelgeschichte, Kapitel 3, Vers 6), von Anteilnahme bei Hiobs Freunden, die tagelang mit ihm in seiner Not mitleiden (Hiob, Kapitel 2, Verse 11–13) und sogar von Strategie bei Jakob, der Esau häppchenweise Besänftigungsgeschenke schickt (1. Mose, Kapitel 32).
Eins haben all diese Beispiele gemeinsam: Sie zeigen das Herz des Gebenden – und sie kommen beim Empfänger gut an. Natürlich können Sie als Dankeschön immer noch eine Flasche Wein weitergeben, aber vielleicht inspirieren Sie die folgenden Vorschläge zu eigenen Ideen.

Eine Karte – ein Kompliment
Suchen Sie sich eine edle Doppelkarte heraus und schreiben Sie jemandem, dem Sie eine Freude machen möchten, ein aufrichtiges Kompliment hinein. Schicken Sie es der Person per Post. Sie werden sich wundern, wie stark und ermutigend dies im Gegensatz zu einem schnellen «thx» per WhatsApp wirkt.

Fresspaket
Kennen Sie eine Familie, die gerade so herumkommt? Dann packen Sie ihr doch einmal ein Paket mit Lebensmitteln: Gurken aus dem eigenen Garten, eine gute Auswahl an Lebensmitteln aus dem Bioladen (vielleicht auch in der Preisklasse, die sich die Familie sonst nicht kaufen würde) und auf jeden Fall ein paar Snacks oder Süssigkeiten. Parken Sie Ihr Auto oder Fahrrad in der Seitenstrasse, legen Sie Lebensmittel vor die Tür, klingeln Sie und dann rennen Sie. Klingelstreiche sind langweilig dagegen. An diesem Geschenk, von dem nur Sie etwas wissen, werden Sie sich lange freuen – und die Beschenkten auch.

Arbeitszeit
Verschenken Sie doch einmal das, was Sie gut können oder gerne machen. Statt zum Geburtstag einen weiteren Staubfänger fürs Wohnzimmer mitzubringen oder die obligatorische Flasche Wein, können Sie der Person anbieten: «Ich komme einen Samstag vorbei und tapeziere dein Wohnzimmer / schneide deine Hecke etc. Todsicher finden Sie etwas, was Ihrem Gegenüber Mühe macht, und das für Sie einfach und mit Freude machbar ist.

Indirektes Kompliment
Wenn Sie irgendwo besonders guten Service bekommen oder ausgesucht freundlich behandelt werden, dann sagen Sie das doch der entsprechenden Person. Anschliessend nehmen Sie sich ihren Stift und notieren deren Namen – fragen Sie sie ruhig danach. Finden Sie die Telefonnummer oder die Mailadresse der Chefin oder des Chefs heraus, melden Sie sich dort und geben Sie das Kompliment für die Mitarbeiterin oder den Mitarbeiter weiter. Praktisch gesehen haben Sie jetzt etwas für die Beförderung dieser Person getan – und wahrscheinlich haben Sie alle Beteiligten überrascht, denn normalerweise wird auf diesem Weg nur Kritik weitergegeben. Ein Lob wirkt hier doppelt!

Schokolade
Schokolade ist Futter für die Seele. Wer nicht gerade versucht, ein paar Kilo abzunehmen, freut sich meist über eine Tafel Schokolade – vor allem, wenn es etwas Besonderes ist. Wie wäre es einmal mit der «handgeschöpften» Tafel aus der örtlichen Chocolaterie oder einem Mitbringsel, das es so nur an Ihrem Urlaubsort gibt?

Zeit für Einsame
Jeder geht dorthin, wo es laut und fröhlich ist – die meisten bleiben weg, wenn es leer und einsam wird. Kennen Sie einen alleinstehenden Mann, der gerade im Krankenhaus liegt? Die Witwe, die vor einer Weile ihren Mann verloren hat? Den Jungen in der Nachbarschaft, der niemanden hat, mit dem er Lego spielen kann? Nehmen Sie sich einmal (oder regelmässig) Zeit für diese Menschen. Schauen Sie vorbei und machen Sie einen Anfang, selbst wenn es nur 15 Minuten sind. Manchmal ist Gesellschaft das beste Geschenk, das Sie machen können.

Leben geben
Vielleicht lesen Sie die obigen Tipps und denken: «Das mache ich längst. Ich habe sogar noch bessere Ideen…» Wunderbar. Vielleicht entdecken Sie die ein oder andere Idee, die etwas für Sie sein könnte. Hervorragend. Insgesamt hilft uns das Überlegen, was unser Gegenüber gerade brauchen könnte, was ihm weiterhelfen und eine Freude machen würde, dabei, die Perspektive von Jesus Christus umzusetzen, der «nicht gekommen [ist], um sich dienen zu lassen, sondern um zu dienen und sein Leben zu geben» (Markus, Kapitel 10, Vers 45). Geschenke der besonderen Art können Leben verändern.

Quelle: Hauke Burgarth / livenet.ch

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