Dass Christus gestorben ist für unsre Sünden nach der Schrift; und dass er begraben worden ist; und dass er auferweckt worden ist am dritten Tage nach der Schrift;

1. Korinther 15,3-4

Es ist wieder Ostern. Und vielleicht hast du – wie ich – schon erlebt, dass es einfach durchrauscht wie ein Feiertag unter vielen. Dabei ist Ostern eigentlich der Moment, in dem die Weltgeschichte ihren Atem anhält. Der Moment, in dem Dunkelheit dachte, sie hätte gewonnen – und dann wurde alles anders.

Was wir an diesem Fest feiern, ist nichts weniger als der größte Wendepunkt aller Zeiten.

Wir feiern hier Jesu Sieg am Kreuz. Wir feiern, dass er bereit war, sich selbst zu erniedrigen, Knechtsgestalt anzunehmen, gehorsam bis zum Tod zu sein, ja zum Tod am Kreuz (Phil 2,6–8). Er ist für unsere Schuld gestorben und wurde geschlagen um unserer Verfehlungen willen (Jes 53,5–6; 1 Petr 2,24). Er nahm die Strafe auf sich (Jes 53,5). Er starb für uns, als wir noch Sünder waren, für mich und für dich (Röm 5,8). Er vergoss sein Blut für uns (Mt 26,28; Hebr 9,14).

Doch er überwand den Tod, das Grab konnte ihn nicht halten (Apg 2,24). Er hat den Weg zum Vater freigemacht (Joh 14,6; Hebr 10,19–20), so dass wir jetzt einen direkten Zugang zu Gott haben und der Vorhang zerrissen ist (Mt 27,51). Wir dürfen voller Freimut zum Thron der Gnade kommen (Hebr 4,16) und haben Zugang in das Allerheiligste (Hebr 10,19).

Ostern ist die größte Wendung in der Geschichte. Bis dahin fieberte alles auf die zu kommende Erlösung zu. Seither ist sie für jeden verfügbar. Du kannst dir deiner Errettung gewiss sein. Ostern legt die Grundlage für eine Zeit, in der wir Gott so nah kommen können wie nie zuvor. Ostern war die Vorbereitung auf Pfingsten, auf die Zeit, in der der Heilige Geist in uns lebt, in der wir versiegelt werden mit dem Heiligen Geist.

Unser Kirchenjahr (und übrigens auch unser Glaubensleben) kann zu einer Routine werden, bei der wir einfach die Dinge machen, die eben dran sind. So etwas ist normal, und wenn du das bei dir feststellst, ist das erstmal gut, denn dann kannst du ins Gebet gehen und sein Feuer kann dich neu entzünden. Die Auferstehungskraft, die Jesus erweckt hat, lebt in dir!

In diesem Sinne wünsche ich dir Gottes Segen beim Feiern seines Todes und seiner Auferstehung.

In Jesus verbunden,

 

Oliver Stozek
Generalsekretär Evangelische Allianz Österreich