Gespräche am Eröffnungsabend

Die Täuferausstellung in Salzburg war in vielerlei Hinsicht ein Erfolg. Das fängt schon bei der Eröffnung an, bei der ein sehr breites Spektrum an Vertretern aus Kirche und Politik anwesend waren. Und alle die an diesem Abend Ende April dabei waren, haben sich einer Geschichte gestellt, mit der sich noch wenige beschäftigt haben – sowohl in den Freikirchen, als auch im Rest der österreichischen Gesellschaft.

Das zeigte sich auch bei den Rückmeldungen, die Besucher immer wieder gaben und den Gesprächen, die viele Betreuer mit den Gästen führen konnten. Sehr viele der fast 2000 Besucher haben sich viel Zeit genommen, um die Themenwände zu lesen. Dadurch haben sie die Botschaft des Evangeliums sehr deutlich wahrnehmen können. Aber auch die verändernde Kraft des Evangeliums hat viele bewegt, die aus den Zeugnissen im zweiten Teil der Ausstellung sprach, in dem es um Mission und Verfolgung ging. Mehr als ein Betreuer hörte die Frage: „Warum haben diese Menschen das auf sich genommen?“

Die Besucher kamen aber nicht nur aus dem Salzburgerischen, sondern zum Teil auch von sehr weit entfernt. Bekannt sind Gruppen aus Schladming, Besucher aus Sankt Pölten und es gab sogar Personen aus Bayern, die 4 Stunden Autofahrt auf sich genommen haben, um dabei zu sein. Die Gruppe mit der weitesten Anreise war eine Reisegruppe aus den USA, die auf den Spuren der Täufer und Mennoniten unterwegs war und extra wegen der Ausstellung bis nach Salzburg gefahren ist. Sie konnten eine Stunde lang die Ausstellung besichtigen und wir konnten ihnen in groben Zügen die österreichische Täufer-Geschichte vermitteln. Für manchen Betreuer waren aber auch einfach die Besuchergruppen aus Salzburger Freikirchen und Salzburger Evangelischen Kirchen eine große Ermutigung.

Darüber hinaus hat diese Ausstellung die rund 80 Mitarbeiter aus vielen Salzburger Gemeinden enger zusammengebracht und zu einer tieferen Einheit und Gemeinschaft geführt. In 720 Stunden konnten wir ein Zeugnis für die Region sein und die Beiträge im ORF (Radio und Salzburg heute) und auch in Zeitungen (Mein Bezirk und Podcast der Salzburger Nachrichten), konnten auch bei den anschließenden Ausstellungen in Tirol und Südtirol Verwendung finden.

Mich hat es gefreut, dass wir durch diese Ausstellung mehr als in vielen Jahren vorher, in der Öffentlichkeit präsent waren – als Allianz von Gemeinden. Wir durften ein Zeichen setzen und viel über unsere eigene Geschichte lernen, aber auch an andere weitergeben. Und mit etwas Abstand ergibt sich aus dieser Geschichte für Salzburg vielleicht die Möglichkeit ein Projekt für eine Gedenktafel anzustoßen. Auch in Salzburg gab es Verbrennungen und Hinrichtungen von Täufern. Rund um die Pferdeschwemme oder an einem der Plätze in der Altstadt wäre ein geeigneter und historischer Ort dafür. Aber das ist ein Projekt für die Zukunft. Aktuell gilt es für die Besucher zu beten, die mit wertvollen Impulsen für ihr Leben aus dieser Ausstellung gegangen sind und denen Gott sicher nachgeht.