Du sollst fröhlich sein und dich freuen über alles Gute, das der HERR, dein Gott, dir und deiner Familie gegeben hat.
5. Mose 26,11
Liebe Freunde,
ich liebe es, den Kontext einer Bibelstelle genauer anzuschauen – oft liegt genau dort ein Schatz verborgen. Als ich diesen Vers las, hat mich zunächst fasziniert, dass wir uns nicht nur über das freuen sollen, was Gott uns persönlich Gutes getan hat, sondern auch über das Gute, das er anderen schenkt – unserer Familie, unseren Nächsten, unserer Gemeinschaft.
Doch der tiefere Kontext berührt mich noch stärker: Dieser Abschnitt beschreibt, wie das Volk Israel handeln sollte, wenn es im verheißenen Land angekommen ist. Übertragen auf uns: Was prägt unser Leben, nachdem wir durch Jesus Rettung erfahren haben?
Interessant ist, dass Gott sein Volk auffordert, die Erstlingsfrüchte ihrer Ernte zu bringen und daraus ein Fest der Freude zu machen – gemeinsam mit den Leviten, aber auch mit Menschen aus anderen Völkern, die mitten unter ihnen leben. Hier geht es nicht um eine Debatte über Zehnten oder Abgaben. Es geht vielmehr um etwas Tieferes: Wenn wir uns der Rettung und des Segens Gottes bewusst werden, wächst in uns Dankbarkeit. Und Dankbarkeit bleibt nicht theoretisch – sie findet Ausdruck, es folgen Taten. Sie schafft Gemeinschaft. Sie führt zur Freude, die wir teilen. Aus dem, was Gott uns schenkt, fließt Segen weiter.
In Jesus verbunden,
Oliver Stozek
Generalsekretär der Evangelischen Allianz Österreich