
v.l.n.r.: Kurator Franz Seiser, Pfarrer Roland Rasser, Stellv. Sprecher d. Rates d. Freikirchen (FKÖ) Pastor Edwin Jung, Generalvikar der Erzdiozöse Salzburg Harald Mattel, Generalsekretär der EAÖ Oliver Stozek, Gemeinderätin Sabine Gabath, Evangelischer Superintendent Olivier Dantine, Mag. Matthias Hohla, Landtagsabgeordneter Karl Zallinger, Vorsitzender d. Evangelische Allianz Salzburg Pastor Peter Brandes
Am 24.4. fand die feierliche Eröffnung der Täuferausstellung „Brennen für das Leben“ in der Salzburger St. Andräkirche statt. Anlass ist das 500jährigen Jubiläum der ersten Glaubenstaufe der Neuzeit 1525 in Zürich. Zum Festakt kamen führende Vertreter der Römisch-Katholischen und Evangelischen Kirche, Vertreter der Freikirchen sowie Stadt- und Landespolitiker.
Kurator Franz Seiser zeichnete kurzweilig die historische Entstehung der Täuferbewegung nach und der Dekan der Katholisch-Theologischen Fakultät Prof. Dietmar Winkler ging auf die Großteils noch unerforschte Salzburger Täufergeschichte ein.
Verschiedenen Grußworte zur Frage „Was darf uns Glaube kosten“ rundeten die Beiträge ab. Allen gemein war das Bewusstsein, dass Glaube nicht beliebig ist, sondern auf „Wahrheit“ basiert. Gleichzeitig verpflichtet die „Wahrheit“ den Glauben zum Ausleben, solange er die Grenzen des Anderen respektiert.
Der Generalvikar der Römisch-Katholischen Kirche Harald Mattel ermutigte deshalb dazu, dass „Brennen für den Glauben“ ein persönlich entfaltetes, lebensspendendes Motto ist und nicht zu einem Tod bringenden Motto wird. Und der Landtagsabgeordnete Karl Zallinger brachte es auf den Punkt: „Die Täufer haben uns gezeigt, was Glaube kosten darf. Und am Ende des Tages hat uns auch Jesus gezeigt, was Glaube kosten darf. Und wie weit er gehen kann.“
In dieser Erkenntnis um das Vorbild der Täufer endete der erste Teil mit einem gemeinsam gesungenen „Vater Unser“. Auch das machte diesen Abend symbolträchtig, der vor einigen Jahrzehnten in sich und an diesem Ort noch undenkbar gewesen ist.
Mit einer Banddurchschneidung ging es dann über zu einer kurzen Führung durch die Ausstellung und zu einem gemütlichen Stehempfang, der auch noch geistliche Spuren hinterlassen wird. Es war eine gelungene Eröffnung und die Hoffnung ist, dass die Ausstellung zur weiteren Veränderung in Salzburg beitragen darf.
Quellen Fotos: Verena Schnitzhofer