… als beide Fäuste voll mit Mühe und Haschen nach Wind. – Prediger 4,6

Liebe Freunde,

Was ist denn eine Hand voll mit Ruhe? Geht es hier um die Ruhe, die wir im Urlaub genossen haben oder vielleicht noch genießen? Geht es bei den Fäusten, die voll mit Mühe sind, darum, dass wir Dinge krampfhaft festhalten und nicht loslassen können?

Ich meine allerdings, dass man besser dran ist, wenn man wenig hat, dieses aber in Ruhe genießen kann, als wenn man viel besitzt, und sich sein Leben lang abmüht. Das ist wie der Versuch, den Wind einzufangen.

So übersetzt es die Neues Leben Bibel, und ich denke, sie trifft den Punkt hier ganz gut. Wir lesen hier im Prediger, und der Prediger führt uns immer wieder vor Augen, dass es vieles gibt, in das wir uns hineinsteigern, obwohl es letztlich sinnlos ist. So zum Beispiel, sich bis zum Letzten abzumühen. Aber selbstverständlich ist es auch falsch, die Hände einfach nur in den Schoß zu legen. Auf beides geht er in den beiden Versen davor ein.

Wenn wir jetzt nach dem Urlaub wieder in die Arbeit einsteigen, lasst uns überlegen, wie wir diese Ausgewogenheit hinbekommen: nicht in Perfektionismus, aber auch nicht in Lässigkeit zu verfallen. Ein Freund hat einmal zu mir gesagt: „Es gibt Dinge, die machen wir so gut wie möglich, und andere so gut wie nötig.“ Beten wir, gerade wenn wir jetzt neu starten, um diese Weisheit. Gehen wir vor Gott und prüfen uns selbst: Wo sind wir in Gefahr, vom Pferd zu fallen? Und wenn du das für dich erkannt hast, bitte Gott, dich entweder zu bremsen oder dich anzustupsen. Vielleicht brauchst du auch in einzelnen Bereichen das eine und in anderen das andere.

Das ist wahrscheinlich besonders wichtig bei einem so vollen Herbst wie dem, der uns bevorsteht: mit dem Marsch für Jesus am 19.09. und der LEAD-Konferenz, zwei geistlich wichtigen Ereignissen für unser Land.

Ich freue mich, viele von euch bei diesen Ereignissen zu treffen.

In Jesus verbunden,
Oliver Stozek
Generalsekretär Evangelische Allianz Österreich