Der HERR wird Recht schaffen zwischen den Nationen und viele Völker zurechtweisen. Dann werden sie ihre Schwerter zu Pflugscharen umschmieden und ihre Lanzen zu Winzermessern. Sie erheben nicht das Schwert, Nation gegen Nation, und sie erlernen nicht mehr den Krieg. – Jesaja 2,4 (Einheitsübersetzung)
Liebe Freunde,
welch schönes Bild: Aus Waffen werden Werkzeuge, mit denen Menschen Nahrung anbauen. Was vorher Leben zerstört hat, dient nun dem Leben. Und niemand erlernt mehr den Krieg. Wir alle wünschen uns, dass es schon so wäre.
Hier spricht Jesaja prophetisch vom künftigen Königreich Gottes. Dabei lohnt es sich, genau hinzuschauen, wer handelt: Der HERR schafft Recht und weist die Völker zurecht. Wir werden dieses Reich nicht selbst aufrichten können. Auch dann nicht, wenn Christen alle Schlüsselpositionen besetzen würden und wir überall eine „christliche Regierung“ hätten. Es bleibt Gottes Aufgabe und sein Vorrecht, sein Reich zu vollenden. Unsere Hoffnung ruht auf ihm, nicht auf unseren Möglichkeiten.
Das enthebt uns selbstverständlich nicht unserer Verantwortung. Wir sind gerufen, Gutes zu tun, uns für Gerechtigkeit einzusetzen und unsere Gesellschaft mitzugestalten. Wo wir Menschen helfen, Streit schlichten oder für Schwächere eintreten, handeln wir in seinem Sinne – auch wenn wir damit nicht die ganze Welt verändern.
In diesem Zusammenhang empfehle ich euch nochmals Andreas Artikel zu Wort und Tat auf Seite 12 im letzten Allianzspiegel. Es geht nicht darum, eines gegen das andere auszuspielen. Wir sind gerufen, Gutes zu tun und das Evangelium zu verkünden. Beides gehört zu unserem Auftrag.
Und so möchte ich dich ermutigen: Setze dich ein – für unsere Gesellschaft, für Gerechtigkeit und für Schöpfungsverantwortung. Aber vergiss dabei nicht: Wir können und sollen die Welt nicht retten. Das hat Jesus schon getan – Gott sei Dank.
In Jesus verbunden,
Oliver Stozek
Generalsekretär Evangelische Allianz Österreich
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