Liebe Freunde des Allianzspiegels,

vor einiger Zeit erhielt ich eine Mail, in der unter anderem stand: „An Jesus (und letztlich an allem, was Gott (sehr) gut findet) scheiden sich bis heute die Geister.“ Ich fand diese Aussage sehr passend für den Absatz der Glaubensbasis, mit dem wir uns in dieser Ausgabe beschäftigen.

Jesus Christus, durch Gott von den Toten auferweckt, ist der einzige Weg zu Gott. Der Mensch wird allein durch den Glauben an ihn durch Gottes Gnade gerecht gesprochen.

Was ich an unserer Glaubensbasis liebe, ist ihre Einfachheit und dennoch ihre Tiefe. Aber dieser Absatz hat eine besondere Sprengkraft.

Bei vielen Aussagen der anderen Abschnitte kann jemand, der sie nicht teilt, unsere Überzeugung zumindest tolerieren: „Du glaubst an Schöpfung? Naja, ich bin eben aufgeklärter und glaube an Evolution.“ Oder: „Du glaubst, dass es nur zwei Geschlechter gibt – ziemlich rückständig. Klar gibt es zwei, aber eben auch noch viele mehr.“

Doch spätestens bei diesem Absatz scheiden sich die Geister. Hier wird klar festgelegt, dass es wirklich nur einen Weg zu Gott gibt, nur einen Weg der Erlösung. Und dieser Absolutheitsanspruch des Christentums ist für viele ein Dorn im Auge. Genau das aber ist der Kern des christlichen Glaubens: Wir sind alle erlösungsbedürftig, und der Weg der Erlösung ist Jesus – das im Glauben anzunehmende stellvertretende Opfer, dieses Gnadengeschenk, dem wir nichts hinzufügen können und das doch vollkommen ausreicht.

Wir versuchen nicht, dem etwas hinzuzufügen. Das könnten wir gar nicht. Sehr wohl aber sollte sich unsere Dankbarkeit in unserem Handeln widerspiegeln.

Und genau darum soll es in dieser Ausgabe gehen: Warum es vernünftig ist, an die Auferstehung zu glauben, warum Jesus der einzige Weg ist, was es bedeutet, dass wir allein durch Gnade und allein durch Glauben gerettet werden, wie dieses Zusammenspiel funktioniert und was „gerecht gemacht sein“ eigentlich bedeutet.

Doch ich empfehle euch, nicht nur den inhaltlichen Teil zu lesen. Es tut sich so viel in der Allianz und in Österreich! Ein besonders ermutigendes Beispiel dafür war die Bischofsweihe und Amtseinführung von Erzbischof Josef Grünwidl (S. 19). Seine Offenheit für die Einheit unter Christen und seine Wertschätzung für das ökumenische Erbe von Kardinal Schönborn, dass er weiterführen möchte, setzen ein starkes Signal, das wir dankbar wahrnehmen.

Neben einem Einblick in die Allianzgebetswoche (S. 12) lernt ihr eine neue lokale Allianz (S. 15) und drei neue Partner (S. 16) kennen. Ihr erfahrt von neuen Projekten und Aufbrüchen, wie zum Beispiel dem neuen Album von „Österreich lobt“ (S. 22), wie ihr Social Media effektiv für Gemeinde und privat nutzen könnt (S. 21), und vieles mehr.

In Jesus verbunden,
Oliver Stozek
Generalsekretär der Evangelischen Allianz Österreich

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